Ostereier-Aktion der Ökumenischen Flüchtlingsinitiative (ÖFI) Werther kommt gut an
Baum am Gemeindehaus geschmückt

Werther -

„Ostern ist ein sehr schönes Fest, bei dem alle glücklich und zufrieden sein sollen. Mit unserer virtuellen Ostereier-Suche können auch die Kinder von Flüchtlingsfamilien daran teilhaben“, sagt Lena Feller, Ehrenamtskoordinatorin der Diakonie, laut der die eigentlich am Gemeindehaus stattfindende Aktion coronabedingt ins Internet verlagert werden musste. Wie sich herausstellt ein voller Erfolg, denn schon nach wenigen Minuten melden sich in der extra eingerichteten Facebook-Gruppe die ersten Teilnehmer.

Dienstag, 06.04.2021, 11:52 Uhr
Schmücken den Baum am Gemeindehaus: (von links) Pastorin Silke Beier, Kira Feller, Hildegard Prochnow, Ehrenamtskoordinatorin Lena Feller sowie Vian, Iman und Ella Ali. Foto: Malte Krammenschneider

 

Lena Feller schaut an diesem Samstagmorgen mit einem breiten Lächeln auf ihr Smartphone. „Es funktioniert. Die ersten Familien haben schon Antworten gepostet“, sagt Feller, bevor sie erklärt, dass es Aufgabe sei, markante Orte und Plätze der Böckstiegelstadt zu erkennen, die zuvor von Ehrenamtlichen fotografiert wurden. „Vom 4. bis zum 15. April sollen pro Tag mehrere Fotos hochgeladen werden. Ob sie neu gemacht werden oder aus dem Archiv kommen spielt keine Rolle“, sagt Feller. Die Teilnehmer erhalten für jede richtige Antwort ein Schokoladen-Ei.

Für alle die nicht so Internet-affin sind, haben sich die Organisatoren übrigens eine zweite Möglichkeit der Eiersuche ausgedacht. „Es kann sich auch ein Pate oder eine Patin mit einer Familie treffen und persönlich eine Eiersuche organisieren. Wir wollen da beide Seiten unterstützen.

„Toll, wie die Ehrenamtlichen sich hier einsetzen!“

Als Frau, die selbst erst vor vier Jahren aus dem heute russischen Königsberg nach Deutschland migrierte, sei sie in der Lage, sich in die Situation von Neuankömmlingen hineinzuversetzen und so zu einer guten Verständigung beizutragen. „Ich habe viele Ideen im Kopf und möchte etwas Gutes für Werther tun. Mit unserer Ostereier-Aktion wollen wir gerade den Flüchtlingskindern eine Freude bereiten, denn ihnen fehlen die außerfamiliären Kontakte besonders“, sagt die 40-Jährige, die seit dem 1. März für die Diakonie als Ehrenamtskoordinatorin arbeitet und sich von der Hilfsbereitschaft der Wertheraner begeistert zeigt: „Toll, wie die Ehrenamtlichen sich hier einsetzen.“

Eine dieser Ehrenamtlichen ist am Karsamstag Hildegard Prochnow. Eine engagierte Frau, die schon einigen Flüchtlingen beim „Ankommen“ in Deutschland geholfen hat. Sei es mit Behördengängen oder der Vermittlung von Studien-und Ausbildungsplätzen. Heute hilft sie dabei, den kleinen Baum vorm evangelischen Gemeindehaus zu schmücken und hat dafür mit der aus dem Irak stammenden Familie Ali tatkräftige Unterstützung mitgebracht. Gemeinsam mit Lena Feller, ihrer Tochter Kira und Pastorin Silke Beier befestigen sie mehr als 75 sowohl von Ehrenamtlichen als auch Geflüchteten bunt bemalte Osteier an den Zweigen. „Es haben Kinder auch kleine Papiervögel mit Träumen und Wünschen gestaltet – die hängen wir dazu“, sagt Lena Feller

Vier Szenen kunstvoll und mit viel Liebe zum Detail dargestellt

Pastorin Silke Beier zeigte sich derweil sehr glücklich darüber, dass die Jacobikirche über Ostern wenigstens im Zeitraum von 15 Uhr bis 17 Uhr ihre Pforten für Gläubige öffnen durfte, damit diese ein kleines Gebet sprechen konnten. Überrascht wurden Besucher zudem vom Kindergottesdienst-Team um Christiane Zühl, welches mit dem Palmsonntag, dem Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern vier Szenen kunstvoll und mit viel Liebe zum Detail an kleinen Stationen dargestellt hatten. „Es ist vor allem für die Kinder gedacht. Ein schöner Ostergruß, der Freude bereiten soll“, so Beier.

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