Die Stadtbibliothek Werther wird während des Lockdowns umfassend erneuert
Weniger Platz, aber mehr Überblick

Werther -

„Wir wurden sehr gut unterstützt von unseren Lesern, die haben uns leer geliehen“, so bedankt sich Bibliotheksleiterin Susanne Damisch bei ihrer Kundschaft. Seit dem 21. November sind die Räumlichkeiten in Haus Werther für den Publikumsverkehr geschlossen. Elektriker, Maler und Trockenbauer haben die Regie übernommen und werden die Stadtbibliothek in neuem Glanz erstrahlen lassen.

Dienstag, 05.01.2021, 18:06 Uhr
Hell und freundlich präsentieren sich die neu gestalteten Räume der Stadtbibliothek in Haus Werther. Leiterin Susanne Damisch (lins) und ihre Stellvertreterin Eva Bloss-Vögler freuen sich bereits auf die Neueröffnung und versprechen weitere Überraschungen. Foto: Johannes Gerhards

 

Susanne Damisch und ihre Stellvertreterin Eva Bloss-Vögler geben anlässlich des Aufbaus der neuen Regalmöbel einen Überblick zum Zwischenstand. Der Zeitplan werde eingehalten, zudem konnten die eigentlich im zweiten Abschnitt vorgesehenen Arbeiten zusammengelegt und bereits jetzt ausgeführt werden. Weil die Leser vor der Schließung noch fleißig „gehamstert“ und sich mit zahlreichen Medien eingedeckt haben, wurden die verbliebenen Bücher und CDs in 220 Umzugskartons verpackt und im Keller zwischengelagert.

„Zusätzlich haben wir eine sehr gründliche Inventur durgeführt und rund 3000 Medien makuliert“, sagt Susanne Damisch; mit diesem Fachbegriff bezeichnen Bibliothekare das Aussortieren veralteter und beschädigter Exemplare. Grundsätzlich werden pro Jahr mit 1200 bis 1500 Titeln etwa zehn Prozent des 15.000 Medien umfassenden Bestandes ausgetauscht.

Besseres Raumgefühl

Die alte Einrichtung stammte noch aus dem Jahr 1994, als die Bibliothek in der Bürgerbegegnungsstätte ein neues Domizil gefunden hatte. In den vergangenen 26 Jahren hat sie sich zu einem stark frequentierten Treffpunkt und Informationszentrum für Familien und andere Gruppen entwickelt. Allerdings waren die Grenzen moderner Präsentationsmöglichkeiten inzwischen erreicht. „Die neuen Regale bieten zwar weniger Platz, aber deutlich mehr Überblick“, betont Damisch. Die niedrigeren Regale verbessern ihrer Ansicht nach das Raumgefühl und vermitteln einen einheitlich-harmonischen Eindruck.

Wann genau die ersten Besucher sich ein persönliches Bild machen können, steht derzeit noch in den Corona-Sternen. Womöglich lässt sich der Wiedereröffnungstermin Mitte Januar aufgrund der geltenden Schutzverordnungen nicht einhalten. „Vor dem 19. Januar muss niemand etwas zurückgeben“, sagt Eva Bloss-Vögler und zerstreut damit jegliche Befürchtungen auf eventuelle Nachzahlungen bei überzogenen Ausleihfristen. „Je nach Coronageschehen werden wir weiter pauschal verlängern“, ergänzt Susanne Damisch.

„Vor dem 19. Januar muss niemand etwas zurückgeben.“

Auf jeden Fall ist ab 12. Januar die Rückgabebox wieder geöffnet. Ausleihen sind dagegen bis auf weiteres nicht möglich. Wer dagegen für die „verlängerten Ferien“ noch etwas zum Hören oder Lesen braucht, kann sich über die „onleiheOWL“ oder das Streamingangebot „Freegal“ eindecken. Bis zum 8. Januar könnte die Bibliothek telefonisch oder per E-Mail schlecht erreichbar sein. In diesen Tagen wird nach Angaben von Susanne Damisch die entsprechende Technik umgestellt.

Die gesamten Renovierungskosten werden zu mehr als 50 Prozent mit Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen bezuschusst. Rechtzeitig zur Neueröffnung wird die Öffentlichkeit unterrichtet, „die Leute dürfen gespannt sein, was wir uns ausgedacht haben“, sagt die Bibliotheksleiterin und heizt damit die Vorfreude geheimnisvoll an.

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