Sternsinger-Aktion in Werther: Brief statt Hausbesuch und Spende per Überweisung
Den Segen gibt‘s diesmal per Post

Werther (WB) -

Die Entscheidung ist gefallen: Aufgrund der anhaltend hohen Infektionszahlen müssen auch die Sternsinger umdisponieren. Ihre Aktion fällt nicht etwa aus – sind findet nur kontaktlos statt.

Montag, 04.01.2021, 18:12 Uhr
Diesmal setzen sich die Zwillinge Lilly (links) und Lea Eckelmann (12) die Krone nur fürs Foto auf: Die Hausbesuche der Sternsinger fallen aus. Beim Verteilen der Segensbriefe wollen sie trotzdem helfen. Foto: Margit Brand

 

Das bedeutet: Die große Aussendung der rund 60 Kinder und Jugendlichen, die sich sonst als Könige verkleidet auf den Weg durch die Stadt machen, bleibt aus. Stattdessen läuft die Sternsingeraktion diesmal im wesentlichen über den Briefkasten.

Zum kommenden Wochenende hin bekommen die Haushalte, die sich einen Besuch gewünscht haben, Post von den Sternsingern. “Wir haben versucht, den Brief so zu gestalten, dass er zumindest ein kleiner Trost für den ausgefallenen Besuch darstellt“, sagt Lydia Kortenbusch vom Vorbereitungsteam.

Sie hat im Vorfeld mit einigen Leuten telefoniert, um ein Gefühl dafür zu bekommen, ob ein Besuch der Sternsinger in diesen Zeiten überhaupt gewünscht ist oder nicht. „Viele hätten sie liebend gern willkommen geheißen“, erzählt sie. Dass die Hausbesuche nun trotzdem ausfallen müssen, tue nicht nur den Familien leid, die die Sternsinger eingeladen haben. „Auch viele Kinder sind traurig. Für sie ist die Aktion ein tolles Erlebnis“, weiß Katrin Eckelmann. Natürlich freuen sich alle hinterher auf das große gemeinsame Spaghetti-Essen samt Nachttisch-Buffet im katholischen Pfarrheim. „Vor allem aber ist die Spannung groß, wie viel Geld denn in der Sammeldose war. Die Kinder freuen sich auszurechnen, wie vielen Menschen sie in Tansania konkret helfen können.“

Denn es gibt da eine Faustformel, die (fast) jeder Sternsinger kennt: Mit 30 Euro kann der Poor Patients Fund in Ndolage in Tansania eine medizinische Behandlung finanzieren. Voriges Jahr kamen insgesamt rund 10.000 Euro zusammen. Und natürlich soll das Traditionsprojekt, das seit mehr als zehn Jahren aus Werther unterstützt wird, auch 2021 wieder profitieren.

Aber welche Summe mag diesmal unter den besonderen Umständen zusammen kommen? „Offiziell gibt es in Tansania zwar kein Corona“, berichtet Lydia Kortenbusch, die vor drei Jahren auch selbst vor Ort war. „Aber die Auswirkungen sind trotzdem fatal. Spenden sind nötiger denn je.“ Sie verweist darauf, dass der Poor Patient Fund inzwischen ein vom Kindermissionswerk offiziell anerkanntes Hilfsprojekt ist. Das bedeutet auch: Von dort werde die Summe aus Werther noch etwas aufgestockt – auch wenn das Beispielland der bundesweiten Sternsinger-Aktion 2021 die Ukraine ist und die Nöte der Kinder dort besonders in den Fokus gestellt werden. Insgesamt helfen die deutschen Sternsinger aber Gleichaltrigen weltweit.

Das Krankenhaus in Ndolage wird dieses mal statt durch Münzen und Scheine in der Spendendose per Überweisung auf das Konto der Pfarrei Herz Jesu Halle (IBAN DE28 4805 1580 0000 0331 67 – Stichwort Sternsinger Werther) unterstützt. Im Brief der kleinen Könige findet sich aber nicht nur die Kontonummer, sondern auch der Segensaufkleber 20*C+M+B+21, der nur diesmal selbst an der Haustür angebracht werden muss.

Außerdem enthält er fotografische Grüße und einige O-Töne von Kindern und Jugendlichen, die die ökumenische Aktion teils schon mehr als zehn Jahre am Laufen halten. Segensaufkleber und Dankesbrief können auch nachträglich noch angefordert werden. Hier ist Regina Möller (Tel. 05203/ 917199) Ansprechpartnerin. 500 Umschläge sind bereits vorbereitet, gerne wird noch für Nachschub gesorgt.

 

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