Sanierte Ortsdurchfahrt wird nach eineinhalb Jahren freigegeben – Ersatzhaltestelle Wiete vor der Bäckerei Welter
Ab Montag ganz legal durch Theenhausen

Werther-Theenhausen -

Proppevoll war der Saal in Wietes Wirtshaus, groß das Interesse und manche Bedenken vor allem der Anlieger, als Henrik Egeler vom Kreis Gütersloh und Jens Kreiensiek von der Stadt Werther die Planungen zur Sanierung der Ortsdurchfahrt Theenhausen vorstellten – fast auf den Tag genau 19 Monate ist das her. Wenige Tage darauf legten die Bagger los. Nun steht fest: Am kommenden Montag, 7. Dezember, wird die Theenhausener Straße wieder komplett für den Verkehr freigegeben.

Donnerstag, 03.12.2020, 20:14 Uhr
Guido Neugebauer, Melissa Skinner und Lars Dilba (von links) von der Stadt Werther stehen an der provisorischen Ampel nahe der Ersatzhaltestelle Wiete an der Theenhausener Straße. Foto: Volker Hagemann

 

Das Millionenprojekt, das weit über die Grenzen des Kreises hinaus von sich reden machte, neigt sich damit der Vollendung entgegen. Auf etwa zwei Kilometern zwischen der Borgholzhausener Straße am „Outside“ und dem Ortsausgang Theenhausen hinter Wietes Wirtshaus hat der Kreis Gütersloh die Straße und den Radweg saniert, die Stadt Werther ließ die alten Kanäle sanieren und ein Rückhaltebecken anlegen. Zu dem nun 2,50 Meter breiten Fuß- und Radweg kommen noch die barrierefreien Haltestellen hinzu.

Und vielen Unkenrufen und befürchteten (Corona-)Verzögerungen zum Trotz: „Die Fertigstellung erfolgt damit im Zeitplan zum Jahresende“, sagt Guido Neugebauer von der Stadt Werther, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters.

Ist die Theenhausener Straße – die K28 – damit ab Montag wieder legal für alle befahrbar, rücken dann einige Meter weiter die Baufahrzeuge an: „Vom 7. bis voraussichtlich 23. Dezember wird in der Voßheide eine so genannte Teildeckensanierung durchgeführt“, kündigt Neugebauers Kollege Lars Dilba an. Die vier Zentimeter dicke Fahrbahndecke wird erneuert. „Marode war sie ohnehin schon, doch als Ausweichstrecke hat sie in den vergangenen Monaten noch einmal deutlich gelitten“, sagt Guido Neugebauer. Im Zuge der Arbeiten ist die Voßheide zwischen der Einmündung Barnhauser Straße und der Voßheide/Hausnummer 2 für den überörtlichen Fahrzeugverkehr gesperrt. Und vom 15. bis 18. Dezember besteht auch für die Anlieger keine Möglichkeit, mit Pkw die jeweiligen Grundstücke zu erreichen, wie die Straßenbaufirma mitteilt; denn in diesen vier Tagen sollen die Vorarbeiten und der Asphalteinbau durchgeführt werden. Die Deckensanierung der Voßheide schlägt mit 48.000 Euro zu Buche, 85 Prozent davon steuert das Land NRW als Fördermittel bei.

Derzeit barrierefrei umgestaltet und ausgebaut wird außerdem die Bushaltestelle Wiete. Melissa Skinner von der Stadt Werther weist daher auf die Regelung einer Ersatzhaltestelle hin: „Ab Montag, 7. Dezember, befindet sich die Bushaltestelle direkt vor der Bäckerei Welter. Weil aber der Fußweg auf dieser Straßenseite noch nicht durchgehend fertiggestellt ist, gibt es eine provisorische Fußgängerampel.“ Das mache den Weg etwa für diejenigen sicherer, die aus Richtung Brennenheide zum Bus wollen. Von der Voßheide aus gehen die ÖPNV-Nutzer unterhalb der Bäckerei zum Bus.

Die Stadt ist daher vor allem auch der Eigentümerfamilie Welter/Voth dankbar: „Sie erlauben auch, dass man ihren Unterstand nutzen darf, zudem gibt es hier einen Fahrradabstellplatz“, freut sich Guido Neugebauer. „Das ist doch selbstverständlich“, winkt Bäckerei-Chefin Katja Voth ab. „Wir haben selbst zwei Kinder, und es ist wichtig, dass der Schulweg dadurch sicherer wird.“ Melissa Skinner betont zudem, dass der Busfahrplan in beide Richtungen unverändert bleibt.

 

Ein kleiner Rückblick: Ende Mai 2019 hatten die Arbeiten zur Sanierung der maroden Theenhausener Straße begonnen. Dafür wurde unter anderem die Ortsdurchfahrt gesperrt, nur Anlieger und Besucher – etwa von Wietes Wirtshaus, der Bäckerei Welter, des Biohofs Meyer zu Theenhausen und weiterer Geschäfte – durften passieren.

Zum Dauerproblem und zu einem großen Ärgernis wurden Autofahrer, die trotz Sperrungen und entsprechender Verbotsschilder durch den Baustellenbereich fuhren. Auch gesperrte Schleichwege wurden weiterhin genutzt, immer wieder kam es zu problematischen Begegnungen vor allem an Engstellen. Autofahrer fuhren sich teils fest, ein anderer blockierte eine Stunde lang einen Bagger. Daher wurde schließlich im Juli 2019 vorübergehend eine Schranke installiert, die nur von Rettungsdienst und Linienbussen ferngesteuert geöffnet werden konnte. Doch auch eine Kameraüberwachung konnte die vielen Falschfahrer nicht abschrecken.

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