Bevor es in Theenhausen besser wird, kommt erst noch eine weitere Umleitung dazu
„Niedersachsen-Route“ gesperrt

Werther-Theenhausen (WB). Von Montag an müssen sich Verkehrsteilnehmer an eine weitere Sperrung und Umleitung gewöhnen – zumindest vorübergehend: An der Stadtgrenze Werther – Melle sind Asphaltierungsarbeiten geplant. Daher sperren die Kreise Gütersloh und Osnabrück den Kreuzungsbereich dreier Straßen.

Montag, 26.10.2020, 03:00 Uhr
Theenhausen, Ecke Voßheide: Nach wie vor ist hier für Autofahrer gesperrt. Dennoch herrscht hier oft ein Verkehr gefühlt wie am Kamener Kreuz. Das bringt auch die Bauarbeiter mitunter in gefährliche Situationen. Foto: Volker Hagemann

Wie schon kurz berichtet, geht es um einen quasi länderübergreifenden Bereich: Gebaut wird ab heute auf der K28 (Theenhausener Straße, auf niedersächsischer Seite K214/Wertherstraße"), auf der K27 (Barnhausener Straße, in Niedersachsen ist das die Haller Straße) und auf der Suttorfer Straße direkt an der Landesgrenze Nordrhein-Westfalen zu Niedersachsen: Auf niedersächsischer Seite wird die Wertherstraße auf etwa 500 Metern Länge saniert. Die alte Asphaltdecke wird abgefräst und anschließend die Oberfläche neu asphaltiert.

Sperrung an der Landesgrenze

Und eben deswegen sei es vom 26. Oktober bis zum 6. November nicht möglich, durch Theenhausen in Richtung Niedersachsen sowie von Niedersachsen aus in Richtung Theenhausen zu fahren, kündigte Pressesprecherin Beate Behlert vom Kreis Gütersloh an. Eine Umleitung sei ausgeschildert.

Ohnehin ist die Ortsdurchfahrt Theenhausen wegen der Baustelle noch immer gesperrt, Radfahrer und Fußgänger dürfen passieren. „Jetzt aber werden Asphaltierungsarbeiten durchgeführt, so dass eine Passage der Baustelle unmöglich wird“, betont Beate Behlert.

Anlieger für mehr Kontrolle

Wenn auch die Bauarbeiten in diesem Bereich zügig vorangehen – nach wie vor sehen sich Bauarbeiter und Anwohner regelmäßig gefährlichen Situationen ausgesetzt. Etwa in der Ortsdurchfahrt Theenhausen. Auch auf Höhe von Holz Reisen an der Einmündung der Langenheider Straße steht nach wie vor das Gesperrt-Schild Richtung Theenhausen, sogar noch immer mit dem Hinweis auf die Kameraüberwachung. Im Frühjahr gab es hier noch „Schlagbäume“: Zwei Sperrschranken, die an der südlichen Einmündung der Voßheide den nun parallel zur Hauptstraße fahrenden Durchgangsverkehr aufhalten sollten, wurden zerstört. Die wollen auch die Anlieger nicht zurück, fordern aber weiterhin mehr Kontrollen.

Schon im Mai erklärte Bernhard Riepe vom Straßenverkehrsamt des Kreises Gütersloh, ihn begleite das leidige Thema seit Beginn der Straßensperrung. Die Polizei habe keine Kapazitäten für mehr Kontrollen, so Riepe. Und viele Autofahrer – gerade aus entfernten Regionen – nutzten stur die Wege, die ihnen ihr Navigationssystem vorgibt, ohne sich um Umleitungsbeschilderungen zu scheren. Immer wieder klagten Anwohner über die Verkehrsverhältnisse. So habe etwa auf der Voßheide der Verkehr enorm zugenommen, durch Fahrzeuge mit Kennzeichen aus ganz Deutschland.

Bauarbeiter brauchen Nerven

Beim Ortstermin mit den Bauarbeitern fuhren innerhalb einer Minute mehr als 20 Autos durch den gesperrten Bereich. „Das ist noch wenig. Zu Zeiten des Berufsverkehrs ist hier Verkehr wie auf der Autobahn, viele fahren weitaus schneller als 50 und oft nur wenige Zentimeter an uns vorbei, völlig rücksichtslos“, berichtet Gerhard Meisner, Polier der Straßenbaufirma Gröschler.

Wenn in den kommenden Tagen die Bauarbeiten weitergehen, dann wird in Richtung Landesgrenze auch eine alte Mittelinsel als Querungshilfe abgerissen und erneuert – „sie wird breiter, um ein sicheres Überqueren der Straße zu ermöglichen“, erklärt Gerhard Meisner. „Wir hoffen, dass wir bei weiterhin passendem Wetter die Asphaltierungsarbeiten am 11. November fertiggestellt haben.

Es dauert noch

Anschließend folgen Arbeiten, die teils der jeweilige Kreis selbst ausführt: das Anlegen der Bankette, das Profilieren von Straßengräben, das Aufbringen der Fahrbahnmarkierungen und weitere Arbeiten.“ Der Polier betont aber: „Das bedeutet noch lange nicht, dass nach dem 11. November die Straße wieder freigegeben wird. Sie bleibt nach wie vor noch gesperrt.“

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