Aber Kostenübernahme von 40.000 Euro noch unklar
Fußweg zum Museum gewünscht

Werther (WB). Seit Mai dieses Jahres ist Vera Keßeler als Geschäftsführerin der Böckstiegel-Stiftung im Amt. Trotz verheerender Auswirkungen der Corona-Beschränkungen auf das kulturelle Leben und die gerade mit großem Erfolg angelaufene Käthe-Kollwitz-Ausstellung hat das Museum nach ihren Angaben inzwischen nahezu wieder den Normalbetrieb erreicht. Das berichtete sie jetzt im Ausschuss für für Klimaschutz, Stadtentwicklung und Kultur.

Mittwoch, 07.10.2020, 06:00 Uhr
So könnte die Wegeführung abseits der Straße zwischen dem Besucherparkplatz (links) und dem Museum mit Künstlerhaus aussehen: Die Grafik der Böckstiegelstiftung zeigt die Einbindung des neuen Weges (gelb) in das bestehende Netz.

Schon 5.000 Besucher

Bisher verzeichnet die aktuell laufende Ausstellung »Dunkle Jahre, voller Farben« bereits mehr als 5.000 Besucher. Trotz Begrenzung auf maximal 50 Gäste, die sich gleichzeitig in den Museumsräumen aufhalten dürfen, hätten sich nur selten Warteschlangen vor dem Eingang gebildet. »Das Ländliche gibt den Besuchern offenbar Sicherheit«, sagt Vera Keßeler in Bezug auf die entspannte Lage im Gegensatz zu den Ballungsräumen. Besonders hat sie sich über Bundesumweltministerin Svenja Schulze und die Staatsministerin für internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt, Michelle Müntefering, gefreut, die das Böckstiegelmuseum abseits vom Wahlkampf besucht haben. Auch das überregionale Presseecho auf die laufende Ausstellung beweist laut Vera Keßeler deren hohe künstlerische Bedeutung.

Neben privaten sind nun auch öffentliche Führungen mit maximal zehn Personen möglich. Sie finden jeweils mittwochs zwischen 17 und 18 Uhr statt. Wegen der hohen Nachfrage empfiehlt sich eine vorhergehende Anmeldung. Auch eine Besichtigung des Künstlerhauses, in dem sich auch die Vera Keßelers Büroräume befinden, ist seit neuestem wieder möglich.

Um den Besuchern den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten, soll demnächst ein Fußweg vom Parkplatz gebaut werden. Gerade in der dunklen Jahreszeit biete die Straße nicht die optimale Sicherheit, ein Bürgersteig komme laut den zuständigen Behörden beim Kreis Gütersloh nicht in Frage, erklärt Vera Keßeler in ihrem Sachstandsbericht vor dem Ausschuss.

Neue Homepage geht 2021 online

Der Fußweg inklusive einer das Niveau ausgleichenden Treppe soll in den Rundweg über die Obstwiese integriert werden. Derzeitiger Knackpunkt sind noch die Kosten in Höhe von rund 40.000 Euro, die die Stiftung derzeit nicht aufbringen kann. Eine Wegebeleuchtung ist da noch nicht eingepreist. Da immer wieder das Parkverbot unmittelbar vor dem Museum missachtet wird, weisen in Zukunft gelbe Markierungen auf dem Asphalt explizit darauf hin. Außerdem sollen Hinweisschilder aus Richtung Bielefeld auswärtigen Besuchern den Weg zum Museum weisen.

Vera Keßeler bedankt sich bei der Stadt Werther über die Zusage von 10.000 Euro für die Neugestaltung der Museumshomepage, die Anfang kommenden Jahres online gehen soll. Die Andreas Mohn-Stiftung hat dem Museum unlängst einen »Anröchter Stein« geschenkt, der jetzt dessen Umgebung bereichert.

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