Richtig lüften und heizen: Zwischenbilanz bei Werthers EGW-Energie-Scouts
Doppelt so viel gespart wie gedacht

Werther (WB). Im Jahr 2018 haben sie damit begonnen, auf die Reduzierung von Kohlendioxid und unnützen Kosten zu achten. Seither sind die Energie-Scouts am Evangelischen Gymnasium Werther (EGW) weiterhin äußerst erfolgreich – und drehen hier obendrein manches Denken erfolgreich um.

Donnerstag, 03.09.2020, 03:30 Uhr
Etwas Aufmerksamkeit kann vieles ändern: (von links) Bettina Baron, Ingrid Arning, Mariann und Maximilian Milsmann, Leon Tönsmann, Tim Vogel und Nadine Dannhaus (Stadt Werther) ziehen nach dem zweiten Jahr der EGW-Energie-Scouts Bilanz. Foto: Eische Loose

Oft ist es einfach nur Faulheit; man achtet zu wenig auf sein Verhalten.

Gymnasiums-Energie-Scout Leon Tönsmann

So achten sie auf Heizung und Lüftung, Stromverbrauch und die genutzten Wassermengen. „Vor allem geht es ums Umdenken, denn oft ist es einfach nur Faulheit; man achtet zu wenig auf sein Verhalten“, finden Leon Tönsmann und die weiteren sieben Energie-Scouts. Ihnen und den sechs Lehrern vom Energie-Team geht es daher darum, gute Gewohnheiten zu etablieren. So sollte etwa stets das Licht ausgeschaltet und der Stand-by-Modus an Geräten beendet werden, wenn niemand sie braucht.

Zum bevorstehenden Herbst und Winter liegt der Schwerpunkt auf der richtigen Art zu lüften und nicht übermäßig zu heizen. So konnten in Bezug auf das Jahr 2017 im zweiten Jahr allein 17,6 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Das sind 12,8 Prozent und damit nahezu doppelt so viel wie ursprünglich angedacht.

Der Drache weiß, wie Lüften geht

Das extra erfundene Maskottchen „EGy“, ein lustiger Drache, weist auf großen Merktafeln in jedem Zimmer auf das wichtigste hin wie Stoßlüften statt Kippstellung bei den Fenstern. Und natürlich sollten die Thermostate stets auf Stufe drei stehen. Damit diese dann auch für 20 Grad Raumtemperatur sorgen, muss allerdings auch Hausmeisterin Heike Wäger mitmachen und beispielsweise die Heizungseinstellung kontrollieren. Weil sie dies auch im zweiten Energie-Sparjahr nachhaltig getan hat, erhielt sie nun einen Blumenstrauß.

Die Kinder indes wurden jetzt mit einer Urkunde und einem Preisgeld in Höhe von 600 Euro bedacht. Dieses Geld werde gespart und zusammen mit anderen Preisgeldern und Sponsorenmitteln in einen großen Topf fließen, kündigte Fördervereins-Vorsitzender Marcus Wöhrmann an. Aus diesem Topf solle dann später eine Photovoltaik-Anlage auf dem Gymnasiumsdach landen. Zumindest wurde dafür schon der Antrag gestellt.

Wie das Einspar-Ziel in diesem Jahr erreicht wird, ist hingegen noch unklar. Bislang beträgt die Kohlendioxid-Ersparnis schon über 15 Prozent. Doch gilt es, die Verschlusszeit einzubeziehen. „Womöglich streichen wir die Monate dann einfach“, überlegt Energiebeauftragte Ingrid Arning – und hofft auch bei neuen Berechnungen dann auf Top-Werte.

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