Aquarelle erzählen eine Geschichte: Johannes Laurin Fischer bringt erstes Buch heraus
Ein Waschbär auf Weltreise

Werther (WB). Ben ist nicht irgendein Waschbär. Sein Markenzeichen ist sein braunes Ohr – und seine Abenteuerlust, obwohl er nicht ganz freiwillig seine Heimat verlassen und über das weite Meer nach Europa gereist ist. Wie der putzige, kleine Kerl durch widrige Umstände von einem Trapper gefangen wird und schließlich auf einem fremden Kontinent landet, erzählt Johannes Laurin Fischer in einem Vorlesebuch, das durch viele Aquarellzeichnungen lebendig wird.

Mittwoch, 08.07.2020, 08:00 Uhr
Das Bild vom Cover hängt als Original im Atelier der Ateliergemeinschaft LAIF, der Johannes Laurin Fischer seit etwa einem Jahr angehört. Der 51-Jährige hat jetzt sein erstes Buch heraus gebracht: „Ben, der kleine Waschbär“ umrundet die Welt. Ein guter Freund hilft dabei. Foto: Margit Brand

Denn der 51-Jährige aus Werther ist vornehmlich Künstler und Grafikdesigner und dann erst Autor, wie er gerne einräumt. „Ich denke in Bildern“, sagt er. Die haben den roten Faden für die Geschichte für Kinder im Alter zwischen vier und acht Jahren vorgegeben. Gewidmet hat er das Buch seinen Stiefenkeln, „aber auch allen anderen Kindern, die durch diese schwierige Corona-Zeit gehen müssen”, wie er sagt. Ihnen möchte er ein wenig Abwechslung bescheren.

Drei Jahre lang formte sich die Erzählung in seinem Kopf

Drei Jahre lang formte sich die Erzählung in seinem Kopf, nahmen Ideen in Form von Skizzen Gestalt an. Im Frühjahr – während der Corona-Hochphase – wurde das Buch fertig. Nun liegt „Ben, der kleine Waschbär” seit Anfang des Monats im Buchhandel oder kann online bestellt werden. Besonderer Clou: Weil Johannes Laurin Fischer amerikanische Wurzeln in der Familie hat, kommt die Geschichte zweisprachig daher: Auch „Ben, the Racoon“ erlebt die Geschichte einer besonderen Freundschaft. Denn in der größten Not lernt der Waschbär einen Tanzbären kennen, mit dessen Hilfe ihm die Flucht aus der Gefangenschaft gelingt. Gemeinsam gehen sie auf Weltreise – und erleben Peter, den Großen genauso wie den Sonnenkönig Ludwig XIV. Damit können sich Zuhörer zugleich auf eine Zeitreise begeben.

Im Hauptberuf ist Johannes Laurin Fischer als Fachpfleger für Psychiatrie tätig. Aber auch sein Hobby betreibt er professionell. Er studierte Grafik-Design an der Fachhochschule Bielefeld, lernte dort, wie wertvoll Studien in der freien Natur sind. „Fotos können das nicht ersetzen”, sagt er und erzählt von unzähligen Stunden, die er mit Pinsel und Stift in Zoos und Wildparks zugebracht hat, um die Tiere genau zu beobachten. „Außerdem habe ich Freilichtmuseen in der Umgebung besucht, um dort zu zeichnen und mich in frühere Zeiten zu versetzen.”

59 Aquarelle im Atelier der Künstlergemeinschaft

Nun liegen 59 Aquarelle im Atelier der Künstlergemeinschaft Laif an der Jöllenbecker Straße, der er seit einem Jahr angehört. Gerne hätte er das Buch so groß drucken lassen wie die Originalzeichnungen, nämlich in DIN A4. „Doch das war am Ende eine Kostenfrage”, räumt er ein. Etwas kleiner und im Softcover ist es nun für 13,99 Euro erhältlich (E-Book-Version 5,99 Euro).

Fischer hofft, dass das Buch gut bei den kleinen Lesern bzw. Zuhörern ankommt. Denn Ideen und Bilder für eine Fortsetzung der Geschichte, wie Ben die Welt umrundet, hat er längst im Kopf. Tanzbär und Waschbär sollen dort auf einen Papagei treffen...

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