Werthers CDU-Stadtverband zieht selbstbewusst in den Kommunalwahlkampf
„Auf dem Weg vom Verwalten zum Gestalten“

Werther (WB). „Die Chancen sind so gut wie nie“, betont der CDU-Kreisvorsitzende Raphael Tigges, denn so viel Rückenwind wegen des guten Krisenmanagements auf Bundesebene wirke sich positiv im Lokalen aus. „Hier leisten wir so gute Arbeit, dass die Bürgermeisterin verzweifelt das Weite sucht“, behauptet der Landtagsabgeordnete mit einem Seitenhieb auf SPD-Landratskandidatin Marion Weike.

Mittwoch, 10.06.2020, 05:00 Uhr
Mit einem „formidablen“ Team zieht der CDU-Stadtverband Werther in den Kommunalwahlkampf. Von links Birgit Ernst, Katrin Eckelmann, Hannelore Bartholomäus, Herward Lieneweg, Till Brinkmeier, Ulrich Böhm, Karl-Hermann Grohnert, Birgit Reinhardt, Hans Werner Kipp, Martina Timpe, Ernst-Georg Giesselmann, Alexander Fillers und Ralf Eckelmann. Es fehlt Ulrich Bredhorst. Foto: Johannes Gerhards

Auch der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes, Alexander Fillers, sieht seine Partei mit dem „formidablen Team“ und dem „formidablen Bürgermeisterkandidaten“ Ralf Eckelmann gut aufgestellt. Bei der Versammlung im evangelischen Gemeindehaus bestätigten 24 stimmberechtigte Mitglieder die Wahlkreiskandidaten des Vorstandes. Zugleich wurde unter dem Motto „Werther wird vor Ort gemacht“ das Wahlprogramm vorgestellt.

Wahlprogramm vorgestellt

Engagiert, bürgernah und zukunftsorientiert setzt sich die CDU für ein familienfreundliches Werther ein. Im „bunten Portfolio der Kandidaten“ finden sich laut Raphael Tigges Vertreter aller Altersgruppen, breit im gesellschaftlichen Leben verankert. Viele hätten über das Ehrenamt zum „nicht immer vergnügungssteuerpflichtigen“ Engagement für die CDU gefunden. „Die Gesellschaft verliert manchmal den Blick für den Kompromiss“, sagt Tigges mit Blick auf teils unter die Gürtellinie zielende „unverschämte Kommentare“ in der politischen Ausein­andersetzung.

Im Schulterschluss mit Bund und Land werde man auf kommunaler Ebene dafür sorgen, dass „Ralf Eckelmann gute Arbeit als Bürgermeister machen kann“. Unter den 14 Direktkandidaten sind mit Herward Lieneweg, Till Brinkmeier – Vorsitzender der Jungen Union – und Martina Timpe drei Newcomer, die sich erstmals für einen Wahlkreis bewerben.

CDU bemängelt mangelnde Trinkwasserqualität und fehlende Neubaugebiete

Ralf Eckelmann gibt sich kämpferisch. Vieles sei in den vergangenen Jahren versäumt oder einfach nicht entschieden worden. Das gelte für mangelnde Trinkwasserqualität genauso wie für Industriebrachen und fehlende Neubaugebiete. Namentlich das WECO-Gelände müsse flächendeckend saniert werden. Dazu setzt sich die CDU für eine maßvolle Bebauung des Süthfelds II ein und fordert ­„vorausschauende Planungen von Instandhaltungsmaßnahmen“ der städtischen Infrastruktur. Die finanziellen Mittel müssten für Projekte und nicht für Planer ausgegeben werden.

Im Bereich Stadtentwicklung sollen Kunst und Kultur gefördert werden, mit Initiativen wie „Kauf im Ort“ will die CDU die Lebens- und Aufenthaltsqualität erhöhen. Bei Minimierung des Durchgangsverkehrs müsse die Erreichbarkeit der Geschäfte per Pkw erhalten bleiben, allerdings seien Fußgänger und Radfahrer als gleichberechtigte Partner im Verkehr anzusehen. Der örtlichen Wirtschaft wird Unterstützung versprochen, der Mittelstand als Rückgrat der Gesellschaft soll gestärkt werden.

Positive Effekte der Corona-Zeit kann Eckelmann im Bereich Digitalisierung erkennen. Dennoch müssten auch in den Außengebieten ausreichende Bandbreite und freies WLAN in der Innenstadt zur Verfügung stehen. Nicht zuletzt strebt die CDU an, dass Werther CO 2 -neutral wird. Umwelt- und Klimaschutz bleibe ein zentraler Punkt allen politischen Handelns, „als CDU sehen wir uns der Bewahrung der Schöpfung verpflichtet“, so Ralf Eckelmann. Auf dem Weg „vom Verwalten zum Gestalten“ suche er das direkte Gespräch am Küchentisch, in Verein oder Betrieb, „damit Werther von Bürgern für Bürger gemacht wird“.

Die Direktkandidaten (mit Nummer des Wahlbezirks)

Birgit Ernst (1), Hans-Werner Kipp (2), Herward Lieneweg (3), Till Brinkmeier (4), Ulrich Böhm (5), Birgit Reinhardt (6), Katrin Eckelmann (7), Martina Timpe (8), Ralf Eckelmann (9), Hannelore Bartholomäus (10), Alexander Fillers (11), Ernst-Georg Giesselmann (12), Karl-Hermann Grohnert (13) und Ulrich Bredhorst (14).

Reserveliste: 1. Ralf Eckelmann, 2. Birgit Ernst, 3. Alexander Fillers, 4. Karl-Hermann Grohnert, 5. Ernst-Georg Giesselmann, 6. Ulrich Böhm, 7. Birgit Reinhardt, 8. Ulrich Bredhorst, 9. Hans-Werner Kipp, 10. Martina Timpe, 11. Till Brinkmeier, 12. Hannelore Bartholomäus, 13. Herward Lieneweg, 14. Katrin Eckelmann, 15. Jürgen Schierenbeck, 16. Ulrike Biermann, 17. Oliver Timpe, 18. Dieter Blasek, 19. Ulrich Buchalla, 20. Harald Ernst.

 

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7442985?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516078%2F
Arminia verpflichtet Nathan de Medina
Nathan de Medina (rechts) verteidigt ab der neuen Saison für Arminia in der 1. Liga. Foto: imago
Nachrichten-Ticker