Böckstiegel-Museum in Werther würde Kollwitz-Ausstellung gern länger zeigen
Hoffen auf Verlängerung

Werther (WB/vh/bec). Nein, ein Maskenball im Museum ist es nicht, denn noch ist das Museum Peter August Böckstiegel wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Vielmehr näht Museumsmitarbeiterin Pamela Kaps momentan 150 Masken, mit denen Mitarbeiter und Ehrenamtliche des Museums und der Peter-August-Böckstiegel-Stiftung Mund und Nase bedecken können; jeder erhält zwei Stück davon.

Sonntag, 03.05.2020, 05:00 Uhr
Ein Bild aus den Tagen vor Corona: David Riedel und Lilian Wohnhas vom Böckstiegel-Museum hoffen, dass die Käthe-Kollwitz-Ausstellung verlängert werden kann. Foto: Margit Brand

Die doppellagigen Masken, in die man noch Vlies oder Papier als zusätzlichen Filter einlegen kann, werden aus dem Stoff alter Lauf-T-Shirts gefertigt und tragen die Signatur Böckstiegels als weißen Schriftzug auf rotem Grund. Sie werden an das Team verteilt, sobald das Museum wieder öffnet.

Zwischenzeitlich ist ein Teil des Materials knapp geworden: „Ich warte auf eine Lieferung Gummiband aus Polen, damit ich weiter nähen kann“, sagt Pamela Kaps, die momentan die Nähmaschine statt der Museumskasse bedient. Museumsdirektor David Riedel fügt hinzu: „Die Masken werden nicht verkauft, sie sind Teil unserer Gesundheitsfürsorge.“

Leihgeber müssen zustimmen, andere Ausstellungen verschieben sich, der Terminkalender der Restauratoren und Transporteure muss passen. Hoffentlich klappt es.

Museumsleiter David Riedel

Wann Museum und Künstlerhaus in Arrode wieder für Besucher öffnen, dazu hielt sich David Riedel am Donnerstag auf Anfrage noch bedeckt. Immerhin dürfen Kunstfreunde auf eine Verlängerung der ursprünglich bis 3. Mai geplanten Käthe-Kollwitz-Ausstellung freuen. „Hinter den Kulissen arbeiten wir daran, sie zu verlängern. Das ist gar nicht so leicht: Leihgeber müssen zustimmen, andere Ausstellungen verschieben sich, der Terminkalender der Restauratoren und Transporteure muss passen. Hoffentlich klappt es“, sagte Riedel noch vor kurzem.

Offen ist demnach auch, ob die weiteren für 2020 angekündigten Ausstellungen in Werther gezeigt werden können. So sollte der Sommer einmal mehr dem „Hausherrn“ gehören und unter dem Titel „Dunkle Jahre, voller Farben“ beleuchten, wie Peter August Böckstiegel sich während der Nazi-Diktatur verhalten hat. Außerdem war eine dritte Ausstellung geplant: „Informel“ knüpft an die Phase nach Böckstiegels Tod an – großformatig und abstrakt mit Werken von Emil Schumacher, Karl Otto Götz und Peter Brüning.

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