Neues Presbyterium in Werther: Einführung am 22. März ohne Wahl
Alle Stellen besetzt

Werther (WB). Die neuen Presbyter der evangelischen St. Jacobi-Gemeinde werden am 22. März feierlich in ihr Amt eingeführt. Anders als in anderen Orten gibt es in Werther Anfang März keine Kirchenwahl. Der Grund: Es stehen nicht mehr Kandidaten als offene Stellen zur Verfügung. Pastor Hartmut Splitter, aktuell Vorsitzender des Presbyteriums, freut sich indes, dass sich 14 Menschen gefunden haben, die bereit sind, dieses Leitungsamt zu übernehmen. Das werde zunehmend schwieriger.

Sonntag, 01.03.2020, 08:00 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 12:22 Uhr
St. Jacobi Werther Foto: Margit Brand

Eine richtige Presbyteriumswahl habe es in Werther zuletzt 2008 gegeben. „Mit 14 Männern und Frauen kann nun auch die Vakanz, die es zuletzt gab, beendet werden“, sagt der Pfarrer. „Ich habe größte Hochachtung dafür, dass sie diese anspruchsvolle Aufgabe übernehmen.“

Zwei verdiente Mitglieder werden aus Altersgründen ausscheiden: Heidemarie Wellenbrink und Wilfried Panhorst. Im Gegenzug treten drei Neue das Ehrenamt an: Lutz Henkel (50), Fabian Hartl (34) und Marie-Luise Redecker-Sobiech (64).

Ihre Mitarbeit fortsetzen wollen Kurt Dyszack, Beate Eichholz, Jonas Freiberger, Heinrich Heining, Karin Hirth, Sabine Pajewski, Jan-Philip Paul, Bernhard Sahrhage, Holger Schönfeld, Manfred Schürmann und Dietrich Thomas.

Thema „Orgel“

Gemeinsam mit den drei Pfarrern Hartmut Splitter, Holger Hanke und Silke Baier sind die Presbyter mit der Leitung der Kirchengemeinde betraut. Neben den vielen Fragen des Alltagsgeschäftes wird in der neuen vierjährigen Amtszeit das Thema „Orgel“ auf das Presbyterium zukommen, kündigt Splitter an. Bereits seit längerem ist das in die Jahre gekommene Instrument in der St. Jacobikirche Thema. Sanierung oder Neuanschaffung? In jedem Fall würde in Zeiten ohnehin knapper werdender Kassen viel Geld benötigt.

Auch das Personalkarussell wird sich in der evangelischen Kirchengemeinde in den kommenden Jahren gehörig drehen und damit das Presbyterium vor große Aufgaben stellen. So muss ein(e) Nachfolger(in) für Pfarrer Splitter gesucht werden, der oder die vermutlich auch nicht mit einer vollen Stelle wie bisher weitermachen kann. Auch Küster, Friedhofsgärtner, Gemeindesekretärin und Jugendreferent stehen vorm Ruhestand.

Noch 5800 Mitglieder

Die Jacobi-Gemeinde hat nach Auskunft Splitters aktuell rund 5800 Mitglieder. Das sind rund 2000 weniger als noch vor knapp 30 Jahren, als der Pfarrer seine Arbeit in Werther begann. Es sei jedoch falsch, daraus den Schluss zu ziehen, dass eine kleiner gewordene Gemeinde auch mit einem kleineren Presbyterium auskommen könnte. „Die Arbeit bleibt in vielen Fällen gleich. Es müssen zahlreiche Ausschüsse besetzt werden, auch auf Kirchenkreis-Ebene“, sagt Splitter. Entsprechend froh ist er, die Aufgaben nach wie vor auf viele Schultern verteilen zu können.

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