Der Ingenieur will als Mann der Mitte politisch zerstörte Brücken wieder aufbauen
CDU kürt Ralf Eckelmann zum Bürgermeister-Kandidaten

Werther(WB). Als ein Mann der Mitte, der im Falle seiner Wahl eingerissene Brücken wieder aufbauen will, „gerade dort, wo in den letzten Jahren mehr übereinander als miteinander geredet wurde“, hat sich Ralf Eckelmann am Donnerstagabend den Mitgliedern der CDU Werther präsentiert. Diese schickten den 49-jährigen Maschinenbau-Ingenieur und Betriebsleiter schließlich in geheimer Wahl mit einem einstimmigen Unterstützungssignal (28 Ja-Stimmen, bei einer Enthaltung) in den Wahlkampf ums Bürgermeisteramt im Wertheraner Rathaus.

Samstag, 18.01.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 18.01.2020, 05:02 Uhr
„Ich will ein Bürgermeister sein, der in der Mitte steht, und mit allen nach bestmöglichen Lösungen sucht“, sagt der einstimmig gewählte Kandidat Ralf Eckelmann, hier mit dem CDU-Vorsitzenden Alexander Fillers (links) und Ratsfraktionschefin Birgit Ernst. Foto: Küppers

Ein Gegenkandidat zu dem Vorschlag des Vorstandes war nicht mehr aufgetreten und der Stadtverbandsvorsitzende Alexander Fillers sowie die Ratsfraktionschefin Birgit Ernst erklärten auf Nachfrage erneut kurz, warum eine Kandidatur für sie nicht (mehr) infrage kam.

„Werther wird vor Ort gemacht. Von Wertheranern für Wertheraner“

In seiner Rede stellte Ralf Eckelmann den Bezug zu Werther, wo er seit 20 Jahren mit Frau und drei Kindern (14 Jahre und elfjährige Zwillinge) lebt, besonders heraus. „Werther wird vor Ort gemacht. Von Wertheranern für Wertheraner“, sagte er. Er genieße die Vorteile, die diese Stadt biete. „Die kurzen Wege, den Einzelhandel, Kitas, Schulen, Vereine, Kirche, Sport, Musik und Kunst. Alles ist da.“ Diese angenehmen Dinge böten eine Lebensqualität, die seinesgleichen suche. „Viele andere Menschen suchen genau diese Vorzüge für ihren Lebensmittelpunkt. Doch das ist kaum möglich“, leitete Eckelmann seine politische Kritik ein an den Wertheraner Problemen, wo er den größten Handlungsbedarf als Bürgermeister sieht.

„Die Kommunen um uns herum erschließen ein Baugebiet nach dem anderen. Und was passiert in Werther? Wir benötigen den Zuzug, um nicht den Anschluss zu verlieren.“ Nach den positiven Verkehrsgutachten müsse im Bereich Süthfeld II eine Wohnentwicklung mit Augenmaß entstehen, meinte Eckelmann.

„Viel zu lange wurde auf Verschleiß gefahren und Instandhaltungsthemen halherzig umgesetzt.“

Dezidiert ging der Ingenieur, der einen 80-Mann-Betrieb in Bünde leitet, auf Probleme in Werthers Infrastruktur ein (Wasserwerk, Entkalkungsanlage, marode Rohrleitungssysteme, Straßen und Gehwege). Eckelmann: „Viel zu lange wurde auf Verschleiß gefahren und Instandhaltungsthemen halherzig umgesetzt. Die Quittung hierzu erhalten wir in regelmäßigen Abständen aus unseren Wasserhähnen.“ Und Eckelmann stellte die Frage in den Raum, ob „wir hier wirklich über alle Missstände ausreichend informiert“ seien.

Er stehe für eine bürgerfreundliche Informationspolitik, er wünsche sich für die Zukunft der Stadt einen gesellschaftlichen Umgang, der geprägt sei von Anerkennung, Respekt und Wertschätzung. Es müsse eine vorausschauende Stadtentwicklung mit Ideen stattfinden, Probleme müssten frühzeitig erkannt und behoben werden. Die Umsetzung von Planungsprozessen dürfe nicht länger in Dekaden gerechnet werden, sagte Eckelmann. Auf Nachfrage aus der Versammlung, die sich auf seine Vorstellungen von Personalführung im Rathaus bezog, lobte der Kandidat die Fachlichkeit der Mitarbeiter. Seiner Einschätzung nach aber seien die Möglichkeiten, die diese Fachleute mitbrächten, bisher nicht immer abgefordert worden.

„Du hast eine wahnsinnig große Chance“, rief der CDU-Kreisvorsitzende Raphael Tigges Eckelmann zu. Denn er sei in Werther verwurzelt und habe den Heimvorteil. Und der einstige Ratsherr Gerhard Rudorf meinte: „Eine solche Chance wie jetzt kriegen wir so schnell nicht wieder.“

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