Kandidaten-Trio für die Bürgermeisterwahl im Herbst denkbar
Grüne weiter auf der Suche

Werther  (WB). Die SPD ist mit Veith Lemmen als möglichem Nachfolger für Bürgermeisterin Marion Weike vorgeprescht, die CDU hat umgeplant und will nun Ralf Eckelmann ins Rennen um den Chefposten im Rathaus schicken. Und die in Werther traditionell starken Grünen? Die bemühen sich, ebenfalls einen geeigneten Kandidaten zu finden, haben aber noch nichts dingfest, wie ihr Ortsvereinssprecher erklärt.

Samstag, 04.01.2020, 08:00 Uhr
Wer übernimmt im Herbst den Chefposten im Rathaus? Nicht nur SPD und Grünen schicken einen Kandidaten ins Rennen. Die Grünen, die bei der Europawahl alle anderen Parteien in Werther hinter sich ließen, bemühen sich ebenfalls um einen Bewerber. Foto: Brand

„Es ist unser Ziel, einen eigenen Kandidaten aufzustellen. Dieser Wunsch ist mehrfach – auch von den verschiedenen Ebenen der Grünen – an uns heran getragen worden”, sagte Thomas Heidemann im Gespräch mit dem WB. Knapp 30 Prozent hatten die Grünen bei der Europawahl im Mai 2019 in Werther geholt. „Auch vor dem Hintergrund dieses Ergebnisses sehen wir uns aufgefordert, uns bei der Bürgermeisterwahl deutlich zu zeigen.” Seine Partei befinde sich auch in bislang noch lockeren Gesprächen mit mehreren möglichen Bewerbern, sagte Heidemann. „Wir werden das jedoch in aller Ruhe und auch Stille klären.” Unter (Zeit-)Druck fühlten sich die Grünen jedenfalls nicht, bekräftigt er. „Entschieden wird die Bürgermeisterwahl am Ende in den letzten Wochen vorm Urnengang.”

Grüne wollen keinen Zählkandidaten

Heidemann räumt ein, dass die Kandidatensuche sich nicht gerade einfach gestaltet. „Wer sich in unserem Namen bewirbt, muss ernsthaft bedenken, womöglich tatsächlich die nächsten fünf Jahre im Rathaus zu arbeiten. Das will in der eigenen Lebensplanung wohl bedacht sein”, zeigt Heidemann Verständnis. Umgekehrt haben die Grünen nach seinen Worten auch Ansprüche an eine(n) mögliche(n) Bürgermeister(in). „Einen Zählkandidaten brauchen wir nicht.”

Und entsprechend will der Ortsverein auch keinen Kandidaten „um jeden Preis” aufstellen. Was die Frage aufwirft, wie die Grünen sich verhalten, sollte ihre Suche nicht zum Erfolg führen. Beantworten wolle und könne er das zum jetzigen Zeitpunkt nicht, sagte Heidemann. In der Tat habe es in der Vergangenheit, als alle noch von einer erneuten Kandidatur von Marion Weike für die SPD ausgegangen waren, Überlegungen zu einem möglichen gemeinsamen Kontrahenten gegeben. „Doch inzwischen ist die Konstellation eine komplett andere.”

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