Chor TonArt singt in katholischer Kirche St. Michael
Weihnachtliche Ch(Ohr)würmer

Werther(WB). Vor einem halben Jahr feierte das Ensemble TonArt sein 25-jähriges Bestehen. Jetzt wurde vor rund 150 Zuhörern die Tradition der Adventskonzerte auf ansprechende Weise in passender Atmosphäre wieder belebt.

Montag, 09.12.2019, 04:00 Uhr aktualisiert: 09.12.2019, 05:00 Uhr

Ein abwechslungsreiches Konzert mit Werken verschiedener Komponisten verspricht Chorleiter Jörg Hoffend zu Beginn. Neben vielen bekannten Liedern kündigt er auch ungewöhnliche Stücke und außergewöhnliche Arrangements an. Nach Markus Steins einleitenden Orgelsolo betreten die 30 in rot und schwarz gekleideten Sängerinnen und Sänger den Altarraum und eröffnen mit Händels »Joy to the World« den konzertanten Abend.

Von Georg Friedrich Händel bis Quincy Jones

»Neben Englisch und Deutsch singen wir auch auf Schwedisch und Katalanisch«, sagt Jörg Hoffend in der Überleitung zum fröhlichen »Jul, Jul, stralande Jul«, bevor auch die Zuhörer bei »Tochter Zion« mit einstimmen dürfen. Vermutlich aus dem 16. Jahrhundert stammt die lebhaft und dynamisch daher kommende katalanische Weise »Fum, Fum, Fum«. Daran schließt sich eine soulig-funkige Bearbeitung von Quincy Jones an, der dem allseits bekannten Halleluja von Händel einen zeitgemäßen Anstrich verpasst. Wie bei Gospels üblich, lässt sich das Publikum bereitwillig zum Mitklatschen motivieren.

Zerbrechlich lautet die Übersetzung des Sting-Titels »Fragile«, das Fernando Ferreira auf der akustischen Gitarre begleitet. Sting hat ihn seinerzeit dem von den Contras ermordeten amerikanischen Ingenieur Ben Linder gewidmet. Den Solopart übernimmt hier Andreas Retemeier, der später auch noch mit »Gute Nacht« aus Schuberts Winterreise überzeugen kann. Nach dem weltbekannten »Cantique de Noel«, bei dem die Frauenstimmen in den Vordergrund treten, folgt mit »Wie soll ich dich empfangen« der erste Choral aus dem Weihnachtsoratorium. »Mit dieser vielfach verwendeten Tonfolge baut Johann Sebastian Bach die Brücke zur Matthäus-Passion und spannt den Bogen von Weihnachten bis Ostern«, erläutert dazu Chorleiter Jörg Hoffend.

Kleinere Ensembles des Chores berühren mit ihren Vorträgen

I n der eindrucksvollen Version des Adventsliedes »Es kommt ein Schiff geladen« lassen die Männerstimmen Assoziationen zu Wellenbewegungen entstehen, über der die in Textfragmente zerlegte Melodie schwebt. Das auf neun Chormitglieder reduzierte Ensemble präsentiert zart und sanft »Mariä Wiegenlied«, ein weibliches Sextett stimmt sodann das mit großem Beifall bedachte Engelsterzett aus dem Elias von Felix Mendelssohn-Bartholdy an.

Zu fetzig-jazziger Pianobegleitung ertönt mit Publikumsbeteiligung die »Botschaft von Freude und Trost«, während Sigrid Fedeler mit ihrem Saxofon die instrumentalen Akzente bei »Lo‘ how a rose e’er blooming« setzt. Hier handelt es sich um Shawn Kirchners Interpretation von »Es ist ein Ros‘ entsprungen«. Mit »Feliz Navidad« - wie das flotte »Fum, Fum, Fum« noch einmal als Zugabe wiederholt - wünscht der Chor nach neunzig kurzweilig klangvollen Minuten allen Zuhörern »Merry Christmas from the Bottom of my Heart«.

 

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