Vorübergehende Lieferung mit neuer Leitung und Übergabestation Bielefeld-Wasser aus dem Hahn

Werther (WB). Wenn im kommenden Jahr der Hochbehälter Egge saniert und ein neuer Brunnen an der Schanze gebohrt wird, dann bekommen die Wertheraner Haushalte über einen längeren Zeitraum auch Trinkwasser aus Bielefeld geliefert.

Von Volker Hagemann
Aus dem Wasserhahn der Wertheraner Haushalte wird vorübergehend Trinkwasser aus Bielefeld fließen. Der Betriebsausschuss hat grünes Licht gegeben für den Bau einer Übergabestation und neue Leitungen.
Aus dem Wasserhahn der Wertheraner Haushalte wird vorübergehend Trinkwasser aus Bielefeld fließen. Der Betriebsausschuss hat grünes Licht gegeben für den Bau einer Übergabestation und neue Leitungen. Foto: Patrick Pleul/dpa

Um die Versorgungssicherheit dann zuverlässig aufrecht erhalten zu können, muss vorab eine Wasserübergabestation an der Schloßstraße, nahe der Stadtgrenze zu Bielefeld, errichtet werden. Außerdem muss die bestehende Wasser-Hauptleitung in diesem Bereich auf etwa 450 Metern Länge komplett erneuert werden. Für beide Maßnahmen gaben die Mitglieder des Betriebsausschusses am Donnerstag einstimmig grünes Licht.

93.000 Euro für neue Rohre

Schon jetzt unterhält das Wasserwerk im Bereich der Schloßstraße eine sogenannte Notverbundleitungsstelle mit dem Wassernetzbetrieb der Stadtwerke Bielefeld. „Im vergangenen September haben wir Netzversuche unternommen, um zu ermitteln, unter welchen technischen Bedingungen eine Wasserlieferung von Bielefeld nach Werther erfolgen kann“, berichtete Jens Kreiensiek, Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen der Stadt Werther. Die Erkenntnis daraus: Für eine längere Versorgung müssen die Gussrohre der öffentlichen Wasserleitung entlang der Schloßstraße gegen Rohre aus Polyethylen (Kunststoff) ersetzt werden. Dafür soll die Hauptleitung vom Kreuzungspunkt Isingdorfer Bruch auf etwa 450 Metern bis zur neu zu errichtenden Wasserübergabestation ausgetauscht werden.

Die neue Übergabestation soll an der Schloßstraße kurz vor Schröttinghausen errichtet werden. Ein solcher Schrank von 3,50 mal 1,90 mal 0,90 Metern Größe könnte laut Jens Kreiensiek ohne Grunderwerb im öffentlichen Straßenseitenraum aufgestellt werden. Notwendige Installationsarbeiten könnten die Bielefelder Stadtwerke ausführen.

93.000 Euro werden für den Leitungstausch veranschlagt, für den Bau der Übergabestation außerdem 65.000 Euro plus etwa 7500 Euro Tiefbauarbeiten zur Vorbereitung. Die Mittel sind im Wirtschaftsplanentwurf 2020 vorgesehen.

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