Umstritten: Geld als Anreiz zur Umgestaltung von Schotterflächen in Werther
Vorgarten-Förderung offen

Werther (WB). Weg vom Schottergarten, hin zum naturnahen, möglichst auch insektenfreundlichen Vorgarten: Mit finanziellen Anreizen hofft die Stadt Werther, Privatleute und Firmen dazu zu bewegen, eher eintönig angelegte Vorgärten insektenfreundlich umzugestalten.

Freitag, 06.12.2019, 03:00 Uhr aktualisiert: 06.12.2019, 05:03 Uhr
Heiß diskutierte Flächenversiegelung: Schottergärten wirken als Hitzeinseln und sind ökologisch eher nutzlos. Foto: NABU

»Kommunales Förderprogramm zum Klimaschutz – Umgestaltung strukturarmer Vorgärten« heißt das in der offiziellen Vorlage der Verwaltung. Doch entschieden wurde darüber am Mittwochabend im Ausschuss für Klimaschutz, Stadtentwicklung und Kultur noch nicht.

Thema kommt am 10. Dezember und 30. Januar erneut auf der Tagesordnung

Auf Antrag von Uwe Gehring (UWG) ist das Thema vertagt worden und kommt am 10. Dezember im Haupt- und Finanzausschuss sowie am 30. Januar im Klimaausschuss erneut auf die Tagesordnung.

Je nach Kosten einer Vorgarten-Umgestaltung könnten die Eigentümer Zuschüsse von 100 bis 500 Euro bekommen. In den Fraktionen ist man sich allerdings uneins, ob das der richtige Weg ist. „Wir sind auch nicht für die tristen Schottergärten, aber es sollten nicht ausgerechnet die gefördert werden, die selbst für eine ‚Verunstaltung‘ gesorgt haben“, befand Gert Klages (SPD).

 

Die vorgeschlagene Förderung ist nicht der Königsweg, aber einen Versuch wert.

Bürgermeisterin Marion Weike

Bürgermeisterin Marion Weike (SPD) gab zu bedenken, dass ein anderer Weg die „Repression“ der Bürger sei, indem man die Gestaltung im Bebauungsplan vorgebe: „Das wird ungern akzeptiert“, weiß sie und meint. „Die vorgeschlagene Förderung ist nicht der Königsweg, aber einen Versuch wert.“ Den Vorschlag der Grünen, die Gestaltung in die Bauvorschriften aufzunehmen, beträfe ja nur künftig anzulegende Vorgärten.

„Bauchschmerzen“ bereitet die Förder-Idee Karl-Hermann Grohnert (CDU): „Mancher Gartenfreund, der aus Überzeugung naturnah gärtnert, wird sich ärgern, wenn ‚die Bösen‘ auch noch Geld zur Umgestaltung bekämen.“

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