Stellvertretender Landesvorsitzender wird Bürgermeisterkandidat SPD nominiert Veith Lemmen

Werther  (WB). Veith Lemmen heißt der Bürgermeisterkandidat der SPD Werther. Mit 34 von 35 Stimmen, somit 97,1 Prozent, wurde der stellvertretende SPD-Landesvorsitzende am Sonntagnachmittag ins Rennen um die Nachfolge von Marion Weike geschickt.

Von Annemarie Bluhm-Weinhold
Zwei, die sich über ein gutes Wahlergebnis freuen: Der SPD-Ortsverein Werther nominierte Marion Weike mit 100 Prozent der Stimmen zur Landratskandidatin und Veith Lemmen mit 97,1 Prozent zum Bürgermeisterkandidaten.
Zwei, die sich über ein gutes Wahlergebnis freuen: Der SPD-Ortsverein Werther nominierte Marion Weike mit 100 Prozent der Stimmen zur Landratskandidatin und Veith Lemmen mit 97,1 Prozent zum Bürgermeisterkandidaten. Foto: Patrick Röhring

Und auch für Weike selbst gab es »ordentlich Rückenwind«, wie Ortsvereinsvorsitzende Annette Milke-Gockel im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT Sonntagabend sagte: Mit 100 Prozent der Stimmen wurde die Bürgermeisterin als Landratskandidatin von ihrem Ortsverband nominiert. »Wir sind sehr stolz«, so Milke-Gockel.

Veith Lemmen (35) ist in Werther kein Unbekannter. Als stellvertretender SPD-Landesvorsitzender war er häufiger in jüngster Zeit bei Veranstaltungen – wie beim Schlossfest an der Seite seiner Lebensgefährtin Wiebke Esdar, der auch für Werther zuständigen SPD-Bundestagsabgeordneten aus Bielefeld, oder als Moderator des Themenabend »Mit­ein­ander mehr möglich machen«.

»Ich will mit ganzem Herzen für Werther eintreten«

Lemmens offene Art auf Menschen zuzugehen ist nach Auskunft von Annette Milke-Gockel bei den Mitgliedern gut angekommen: »Er weiß viel über Werther und hat sich gut eingearbeitet. Die Mitglieder waren begeistert«, sagte sie nach der nichtöffentlichen Versammlung.

Und Veith Lemmen selbst verspricht: »Ich will mit ganzem Herzen für Werther eintreten.« Es gebe viele »gute Sachen«, die weiterzuführen seien: »Ich will dafür kämpfen, das lebenswerte Werther noch lebenswerter zu machen.« Konkreter wurde er da Sonntagabend noch nicht. »In den nächsten Tagen werden wir Aspekte zum Programm und inhaltliche Vorstellungen bekannt geben«, sagte er.

Grundsätzlich aber hielt er fest: »Mir ist es wichtig, dass wir, also die Partei und ich als Kandidat, in engem Austausch benennen, was in Werther angepackt werden muss. Ich werde den intensiven Dialog, den die SPD und Marion Weike geführt haben, fortsetzen«, sieht er sich auch »im besten Sinne«, wie er sagt, im Gespräch mit den Bürgern. Lemmen versteht sich als ein »Arbeitstier«: »Ich kann auch Akten fressen«, sagt er.

Das politische Geschäft auf vielen Ebenen gelernt

Der gebürtige Dortmunder Lemmen fühlt sich inzwischen in OWL sehr heimisch, wie er sagt. Er arbeitet bei der Sozialaktiengesellschaft Bielefeld und ist im Vorstand Leiter Projekte und Digitalisierung. »Die teamfähige Führung, die ich hier praktiziere, will ich auch einbringen für Werther.«

Das politische Geschäft hat Lemmen bereits auf vielen Ebenen kennen gelernt. Er gehört seit 2012 dem SPD-Landesvorstand an, seit dem vergangenen Jahr ist er stellvertretender Vorsitzender. Er war auch bereits vier Jahre lang Landesvorsitzender der Jusos und zuvor in der Hochschulpolitik in Münster aktiv, wo er 2014 sein Studium der Politikwissenschaft, der neueren und neuesten Geschichte und der Soziologie mit dem Magister-Abschluss beendete. Im Anschluss war er bis 2018 als Referent der SPD-Landtagfraktion in Düsseldorf tätig.

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