SPD-Kreisvorstand präsentiert Landratskandidatin
Weike will es noch einmal neu wissen

Werther/Gütersloh (WB). Mit dem einstimmigen Votum des SPD-Kreisvorstandes im Rücken startet Marion Weike (60) in den Vorwahlkampf um das Landratsamt. Die offizielle Nominierung steht im Frühjahr an.

Freitag, 22.11.2019, 17:27 Uhr aktualisiert: 22.11.2019, 17:30 Uhr
Marion Weike (vorn) tritt gegen Sven-Georg Adenauer an: Die Kreis-SPD mit (von links) Margot Herzog, Thorsten Klute, Elvan Korkmaz, Jael, Rachel Räker, Ann Kathrin Brambrink, Liane Fülling, Fritz Spratte, Karin Bettenworth und Sebastian Pähler hat Freitag ihre Landratskandidatin präsentiert. Foto: Margit Brand

»Das Projekt A33 ist erfolgreich abgeschlossen, nun braucht es im Kreis neue Impulse und neue Köpfe. Und zwar solche mit Erfahrung, erklärte SPD-Kreisvorsitzender Thorsten Klute am Freitag mit Blick auf Weikes 20-jährige Amtszeit im Wertheraner Rathaus, aber auch auf ihre Aktivitäten auf Landes- und Bundesebene. Die Sozialdemokraten setzen große Hoffnung in die Wertheranerin, die Amtszeit von Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) 2020 nach ebenfalls 20 Jahren zu beenden.

Die Abkehr von ihrer Arbeit in Werther sei natürlich eine Zäsur, räumte die designierte Landratskandidatin ein. »Für vieles braucht es auf kommunaler Ebene einen langen Atem. Aber nun sind in Werther viele Dinge abgeschlossen oder stehen kurz davor. Ich habe deshalb nun den Mut, mich einer anderen Aufgabe zu stellen«, sagte Weike.

Das SPD-Motto »Miteinander mehr möglich machen« liege ihr dabei besonders am Herzen. Weike will, dass der Kreis und seine 13 sehr unterschiedlichen Kommunen in Zukunft stärker als bisher zusammenarbeiten. Das gelte zum Beispiel für den bedarfsgerechten Ausbau der Kitas und ein gutes Bildungsangebot, das auch den digitalen Anforderungen gerecht werde. Auch gute, bezahlbare Wohnmöglichkeiten zählt sie als Schwerpunktthema dazu: »Ein erster Schritt könnte es sein, jährlich einen Wohnungsmarktbericht zu erstellen, der die Bedarfe genau abbildet, um dann passgenau darauf zu reagieren.«

Eine stärkere Zusammenarbeit fordert Weike auch im Hinblick auf die Veränderungen, die auf dem Arbeitsmarkt anstehen. Um demografische Entwicklung und Digitalisierung besser begegnen zu können, seien gemeinsame Anstrengungen von Wirtschaft, Schulen, Weiterbildungsträgern, Kammern, Agentur für Arbeit, Jobcenter, ProWi und Kreis nötig. Weike kündigte an, in nächster Zeit viele Gespräche zu führen, deren Ergebnisse dann in das Wahlprogramm einfließen sollen.

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