Evangelische Kirche in Werther informiert über Wichtigkeit des Presbyteriums
Immer weniger Kandidaten

Werther (WB). Mindestens einmal im Jahr muss die Gemeinde zur Versammlung und Besprechung der wichtigen Themen einladen. Diesmal war das besonders nötig. Denn im kommenden März stehen die Presbyter-Wahlen an. Wie das genau geht und was es heißt, interessierte jetzt etwa 60 Wertheraner Christen.

Montag, 04.11.2019, 08:00 Uhr
Als Vorsitzender der Presbyter erklärt Pastor Hartmut Splitter, was diese Ältestenversammlung der Kirche leistet und wie sie im März gewählt werden muss. Wahlvorschläge können dabei ab sofort gesammelt werden, jeweils mit fünf Bestätigungen. Foto: Eische Loose

Pastor Hartmut Splitter hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Besucher über Wert und Wichtigkeit des Presbyteriums zu informieren. Immerhin ist er bewährter Vorstand der in Werther 14-köpfigen Gruppe. Sie alle sollen am 1. März 2020 wieder gewählt werden. Für drei Plätze gibt es dann sogar eine Neuwahl. Gesammelt werden die Kandidaten bis zum 29. November. Jeder Vorschlag muss dabei mit jeweils fünf Unterschriften unterstützt werden.

Presbyterium setzt sich auch für Kindergärten, Jugendarbeit und Friedhöfe ein

Doch wozu sich diese ehrenamtliche Aufgabe ans Bein binden? Das Presbyterium – aus dem Lateinischen: Ältestenrat – ist die Gruppe, die maßgeblich und in voller Verantwortung die Geschicke der Gemeinde leitet und vor­antreibt. Pastor Hartmut Splitter hatte dazu ein Organigramm der Presbyteriums-Arbeit mitgebracht. Darauf sind die verschiedenen Ausschüsse verzeichnet, in denen sich die Mitglieder einsetzen: Bauen, Friedhofswesen, Kindergärten, Diakonie, Finanzen, Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit stehen auf dem Programm.

Daher konnte Kirchmeister Heinrich Heining in einem Zwischenteil berichten: »Wir haben schon einiges auf den Weg gebracht.« Dazu gehörten Jubiläumsaktionen im Jahr 2017, eine neue Küsterstelle, die Sanierung des Gemeindehauses, ein neuer Verbund der drei Wertheraner Kitas auf Kreisebene und anderes.

Am Wichtigsten sei es jedoch, überhaupt aktiv zu werden, empfanden auch die etwa 60 Anwesenden. Denn insgesamt geht die Bereitschaft dazu immer mehr zurück. Zwar fehlt es weniger am Interesse und Willen, aber wollen sich nur wenige auf die vierjährige Amtszeit einlassen. Dabei beläuft sich die offizielle Amtszeit sogar auf acht Jahre. Doch nach der Hälfte wird neu gewählt.

Kirche sucht neue Gesichter unter den 18- bis 75-Jährigen

Von Stund an also sucht die Gemeinde nach neuen Gesichtern unter den 18- bis 75-Jährigen. Bis zum 29. November werden die Stimmen gesammelt und geprüft und am 5. Januar der Gemeinde abgekündigt. Zwischen dem 16. und 27. Februar startet die Briefwahl; händisch findet sie am 1. März statt. Und am 22. März ist es dann schließlich soweit, und die neuen Presbyter werden der Gemeinde bekannt gegeben.

Anders als in anderen Gemeinden werden die Wertheraner dabei wieder die Chance zum Wählen gehabt haben. Denn bislang hatten sie noch immer mehr Kandidaten als Plätze. Bleibt zu hoffen, dass dies so bleibt, damit die Aufgaben erfüllt werden.

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