Kommentar zu Großprojekten in Werther
Viele Baustellen

Da tut sich also noch eine Baustelle auf in Werther. Eine private freilich. Aber wenn das Sedan aufgestockt werden soll, dann ist das aufgrund der prominenten Lage im Schatten der Kirche und direkt neben dem gerade neu werdenden Busbahnhof mehr als nur eine einfache Hotelerweiterung. Da schaut die Öffentlichkeit hin.

Sonntag, 08.09.2019, 08:00 Uhr
Das Stadthotel soll von elf auf 28 Zimmer erweitert werden. Foto: Margit Brand

Während es hier aus städtebaulicher Sicht nur darum geht, dass sich der neu gestaltete Komplex harmonisch in das Bild an Werthers »Eingangspforte« einfügt, hält das Planungsrecht an anderen markanten Stellen in der Stadt tiefere Tücken bereit. Da ist das Beispiel H.W. Meyer-Komplex.  Welche Perspektiven öffnen sich für Wohnungsbau und Einzelhandel? Und welche Folgen hat es, wenn neue Flächen für Läden geschaffen werden? Was kann (und was muss) das Planungsrecht ermöglichen, was kann es verhindern?

Dass das Interesse von Investoren und das Gemeinwohl nicht so einfach auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden können, hat gerade der Erörterungstermin für das Weco-Gelände gezeigt – noch so ein großes Projekt auf Werthers Agenda. Es türmen sich offene Fragen, auf die mit kühlem Kopf Antworten gefunden werden müssen. Es stehen  Weichenstellungen für die Stadt bevor, durch die sich womöglich auch entscheidet, wie investitionsfreudig sich Unternehmen in Zukunft zeigen (können). Dass das neue Gewerbegebiet Rodderheide solche Anziehungskraft entwickelt, dass Abram Adrian die Zimmerzahl im Stadthotel mehr als verdoppeln will, mag da richtungsweisend sein.

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