Sedan-Inhaber Adrian plant in Werther kompletten Umbau – ab 1. Oktober vorerst geschlossen
Stadthotel will aufstocken

Werther (WB). Die Gaststätte Sedan und das angrenzende Stadthotel in Werther sollen vom 1. Oktober an vorübergehend schließen, um ein halbes Jahr später neu und größer wieder zu eröffnen. Das hat Inhaber Abram Adrian im WB-Gespräch angekündigt.

Samstag, 07.09.2019, 07:00 Uhr
Die gestreiften Giebel prägen derzeit den Anblick vom Busbahnhof aus. Geplant ist, das Dach umzubauen, so dass hier Raum für weitere Hotelzimmer entsteht. Bislang sind es elf, künftig sollen 28 Doppelzimmer vermietet werden können. Foto: Margit Brand

28 statt bislang elf Hotelzimmer, ein leicht verkleinertes Restaurant, dafür aber ein neuer Bar- und Loungebereich sowie ein neues Bistro, das ganztägig geöffnet ist: Der Wertheraner Gastronom hat sich eine Menge vorgenommen. Etwa eine Million Euro werde er in den Umbau und die Aufstockung des Gebäudes investieren, sagte er.

Millionen-Investition

Die Immobilie hatte er gemeinsam mit seinen Brüdern Thomas und Jacob 2010 übernommen und war kurz darauf mit dem »Sedan« von der Borgholzhausener Straße in die Stadtmitte gezogen. Inzwischen sei er, Abram Adrian, alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer der Sedan Gaststätten Betriebs-GmbH. »Doch wenn’s drauf ankommt, greift die Familie weiter mit ins Rad.«

Diese Woche hat er mit seinem Architekten Florian Reich aus Borgholzhausen im Rathaus erste Pläne vorgelegt. Weil die gesamte Dachlandschaft verändert werden soll, um eine zusätzliche Ebene für Hotelzimmer zu schaffen, bedarf es der Abstimmung.

Pläne überarbeitet

Die Ausbaupläne sind nicht ganz neu; zuletzt gab es vor zwei Jahren eine Bauvoranfrage, die damals aber zurückgezogen wurde. Schon im Vorfeld hatte der Kreis nämlich signalisiert, dass die damalige Idee, aus den beiden kleinen Giebeln zum Busbahnhof hin einen großen zu machen, wenig Aussicht auf Genehmigung haben würde. Tenor: zu wuchtig und hoch an dieser markanten Stelle im Schatten der Kirche. Auch gab es weitere Knackpunkte in Bezug auf den Bebauungsplan »Stadtkern« und die Gestaltungssatzung, die hier gelten.

Die Anmerkungen der Baubehörde wurden nun in den neuen Plänen berücksichtigt. Vorgesehen ist jetzt, es im wesentlichen bei zwei Giebeln zu belassen, hier aber die Dachneigung zu verändern, um zusätzlichen Raum zu gewinnen. Auch wenn das Gebäude damit größer wird und wirkt, ändere sich an der Gesamthöhe (plus 90 Zentimenter) kaum etwas.

Straffer Zeitplan

Abram Adrian ist optimistisch, bereits im nächsten Planungsausschuss am Montag, 16. September, Pläne präsentieren zu können. Um den formellen Anforderungen einer Bauvoranfrage gerecht zu werden, sind aber noch einige notwendige Unterlagen einzureichen, die unter anderem Aufschluss über Stellplatz-Regelung, geschätzten Baukosten, verwendete Materialien etc. geben.

Auch falls es mit einer Baugenehmigung für die Dachgeschoss-Neugestaltung bis zum 1. Oktober nicht mehr klappen sollte, will Adrian das Projekt dann starten. Es gebe bis zum Eintreffen der Zusage genügend andere Dinge, mit deren Umbau bereits begonnen werden könne, sagte er. So soll das Hotel an der Ecke Busbahnhof/Alte Bielefelder Straße auch einen Fahrstuhl bekommen.

Hohe Betten-Nachfrage

Mit der geplanten deutlichen Ausweitung der Betten-Kapazität reagiert Adrian auf eine gestiegene Nachfrage: »Wir sind unter der Woche oft ausgebucht. Wir kümmern uns für unsere Kunden sogar um Ausweichquartiere, damit sie das nächste Mal wieder bei uns anfragen«, schildert er. Deutlich bemerkbar gemacht habe sich beispielsweise die Ansiedlung der Weber-Gruppe in der Rodderheide. »Manager wie Kaufinteressenten, die die neuen Produktlinien besichtigen, suchen Unterkunft.« Auch die Nähe zur Universität (»Gastdozenten weichen gern nach Werther aus«) wirke sich positiv aus.

Mit dem Umbau soll auch das gastronomische Konzept umgestellt werden. Vornehmlich regionale und saisonale Gerichte sollen sich künftig auf der Speisekarte wiederfinden. »Wir befinden uns dazu in engen Gesprächen mit heimischen Landwirten«, sagte Adrian. Der bisherige Saal soll in ein Bistro umfunktioniert werden, in dem nicht nur Hotelbesucher frühstücken, Kaffee trinken oder abends den kleinen Hunger stillen können, sondern auch jeder andere. Der Restaurantbereich werde im Gegenzug leicht verkleinert.

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