Werbegemeinschaft startet Umfrage zu Parkplatz-Verlusten und mehr
Geschäftsleute in großer Sorge

Werther (WB). Die Werbegemeinschaft will’s wissen: Sind Kunden der Wertheraner Geschäftswelt bereit, auf geschäftsnahe Parkplätze in der Innenstadt zu verzichten, damit dadurch auf Plätzen eine vermeintlich höhere Aufenthaltsqualität gewonnen werden kann? In diesen Tagen wird in Geschäften eine Umfrage gestartet.

Dienstag, 09.07.2019, 08:42 Uhr aktualisiert: 09.07.2019, 08:50 Uhr
Ulrich Kullak, Vera Consbruch und Stefan Roussakis von der Werbegemeinschaft hoffen auf gute Umfragebeteiligung.

Am Montag haben Vera Consbruch, Stefan Roussakis und Ulrich Kullak zu einem Pressegespräch eingeladen, um zum einen über die anlaufende Umfrage zu informieren, zum anderen aber die große Unruhe zu kommunizieren, die viele Geschäftsleute angesichts der aktuellen Diskussionen und Vorschläge im Zusammenhang mit dem laufenden Prozess des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) befallen hat. Dem Rat solle schon im Dezember ein Konzept zu Mobilität und Verkehr vorgelegt werden.

Das sind die Fragen

Folgende Fragen, die mit Ja oder Nein beantwortet können, werden gestellt:

Würden Sie eine Sperrung der Pkw-Zufahrt vom Busbahnhof zum Alten Markt befürworten?

Halten Sie eine Einbahnstraßenregelung auf der Ravensberger Straße für sinnvoll?

Würden Sie weniger einkaufen und erledigen in der Kernstadt von Werther bei Änderung der Zufahrtsmöglichkeiten und Wegfall von Pkw-Parkplätzen?

Würden Sie neu entstehende Sitz- und Verweilmöglichkeiten auf dem Alten Markt oder auf dem Venghauss-Platz nutzen, wenn hierfür Pkw-Parkplätze wegfallen?

Neben dem Wohnort und der Altersgruppe wird von den Kunden außerdem erfragt, wie sie im Ort mobil sind, zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit Bus oder Auto.

...

Geschäftsleute sind nervös

Die Gedanken, die dem zugrunde liegen, machen viele Geschäftsleute nervös. Zum Beispiel die angedachte Vollsperrung der Alten Bielefelder Straße zwischen ZOB und Alter Markt. Pkw könnten dann nur noch von der Ravensberger Straße aus den Alten Markt erreichen und müssten ihn über die Rosenstraße wieder verlassen. Zugleich soll diesen Vorstellungen zufolge die Ravensberger Straße nur als Einbahnstraße befahren werden können. Die Einbahnregelung würde Kullak zufolge ab Einmündung Bahnhofstraße in unterschiedliche Richtungen gelten. So entstünden weite Umwege für Pkw-Fahrer. Schließlich solle auch noch der Venghauss-Platz von einigen Parkplätzen zugunsten von mehr Verweilmöglichkeiten befreit werden.

»Aber wollen das die Wertheraner wirklich?«, hat Kullak Zweifel. Allein die Poststelle auf dem Venghauss-Platz sei auf eine schnelle Erreichbarkeit mit Pkw angewiesen. Und so gehe es auch vielen weiteren Geschäften. Mit ihren Bedenken seien sie bei den Workshops zum ISEK nicht wirklich durchgedrungen, sagen die Vertreter der Werbegemeinschaft. Kullak, Consbruch und Roussakis können die Zielkonflikte, die aus dem mangelnden Platzangebot für die verschiedenen Verkehrsarten entstehen, zwar nachvollziehen. Doch die Existenzen vieler Geschäfte seien schlicht gefährdet, wenn sie nicht mehr direkt anfahrbar seien. Die Entwicklung im Steinhagener Ortskern wird als mahnendes Beispiel angesehen.

Der Handel und die Probleme

Roussakis hofft, dass in der nun folgenden Debatte das Bewusstsein für Probleme des Handels geschärft wird. »Kunden müssen bedenken, welches Ausmaß eine solche Entwicklung nehmen kann. Wenn ein Café oder Geschäft erstmal geschlossen ist, was kommt dann?«, fragt Vera Consbruch.

Kommentare

Volker Hintze  wrote: 12.07.2019 18:54
Verzicht auf geschäftsnahe Parkplätze
Wer hat sich solch einen Unsinn ausgedacht. Ich als Vermieter eines Geschäftes sowie einiger Wohnungen bin von diesem horrenden Quatsch mehr wie betroffen und andere Menschen mit mir. Warum kann nicht alles so bleiben, einer Lage, die seit Jahrzehnten ihre Berechtigung gehabt hat und noch hat.
Total 1 comments
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