Hund erbricht Wurst und Bindfaden – Harald Huchtmann findet Köder im Garten
Wer hat Falko vergiftet?

Werther-Theenhausen (WB). Ein Hund erbricht, zum Vorschein kommen Wurstreste und ein Bindfaden. Später werden zwei Köder auf dem Grundstück gefunden. Der Besitzer ist sich sicher: »Irgendjemand hat versucht, unsere Hunde zu vergiften.«

Freitag, 05.07.2019, 21:00 Uhr
Hier ist es passiert: Harald Huchtmann hat am Donnerstagabend zwei vermeintliche Köder auf seinem Grundstück gefunden. Foto: Hendrik Fahrenwald

Als Harald Huchtmann und seine Frau Elisabeth Holz-Huchtmann am Donnerstagabend nach Hause kommen, ist der Schock groß. Ihr vierjähriger Weimaraner Falko hat sich mehrmals erbrochen. »Er war kalt, apathisch und hatte Vergiftungserscheinungen«, sagt Elisabeth Holz-Huchtmann.

Sie nehmen ihn und das Erbrochene und fahren zur Notfalltierklinik nach Bielefeld. Seine Leberwerte sind schlecht. Falko kommt an den Tropf. Eine Röntgenaufnahme schließt aus, dass er etwas Scharfkantiges gegessen hat. Das Erbrochene wird nicht untersucht. »Die Klinik hat gesagt, dass das nur gemacht wird, wenn man weiß, nach was man genau das Erbrochene untersuchen muss«, sagt Holz-Huchtmann. So nimmt ihr Ehemann die Tüte mit dem Erbrochenen mit nach Hause.

Zwei Köder gefunden

Dort fällt ihm auf, dass in der Masse auch Wurstreste und ein Bindfaden zu sehen sind. Dabei hat der Hund von ihm nur Hundefutter bekommen. Anschließend sucht Huchtmann das Grundstück ab und findet zwei vermeintliche Köder. Sie sehen wie zugeknotete Würste aus. Nur mit Handschuhen fasst Huchtmann die beiden Wurstattrappen an und geht damit zur Polizei. Die nimmt am Abend eine Anzeige auf und hofft seitdem auf Zeugenhinweise.

Ein Hund aus der Nachbarschaft soll am Freitag nichts gegessen haben, sagt Elisabeth Holz-Huchtmann. Für sie stellt sich die Frage: »Wer macht so etwas Perfides?« Ihr Ehemann vermutet, dass jemand die Köder aus dem fahrenden Auto herausgeworfen haben könnte. Schließlich grenzt ihr Grundstück, wo er die beiden Wurstpakete fand, an die Waldstraße in Theenhausen. »Das löst Entsetzen aus. Das einzige, was der Hund gemacht hat, ist zu bellen«, sagt die Frau. Aufgrund der Unruhe mit der naheliegenden Baustelle habe ihr Hund in den vergangenen Tagen häufiger als sonst gebellt, ergänzt ihr Mann.

Ärzte gehen von Vergiftung aus

Was genau in den vermeintlichen Ködern steckt, wissen Harald Huchtmann und seine Frau nicht. Sie bewahren sie versteckt zu Hause auf. Denn Falko ist am Freitagabend wieder aus der Klinik gekommen. Laut Huchtmann gehen die Ärzte von einer Vergiftung aus. Falko geht’s aber besser und er kann zusammen mit Parson-Russell-Terrier Rieke wieder in den Garten gehen. Der zweite Hund des Ehepaars hat wohl nichts von den Ködern gefressen. Beide werden aber nun nur noch mit einigem Abstand zum Zaun im Garten alleine laufen dürfen.

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