Projekt soll Konflikte zwischen Jüngeren und Älteren verhindern
Ärger mit Jugendlichen

Werther/Borgholzhausen/Versmold (WB). Lärmbelästigung, Gewalt und Drogenkonsum: Über solche Probleme durch Jugendliche gibt es in Werther, Borgholzhausen und Versmold vermehrt Klagen. Ein neues Projekt soll die Situation verbessern.

Freitag, 05.07.2019, 08:00 Uhr

Spielplätze, Schulhöfe, Parkanlagen: Jugendliche sind gerne unter sich, doch fehlen ihnen häufig Treffpunkte im öffentlichen Raum. Die oft lautstarken Treffen zu später Stunde führen jedoch zu Konflikten mit den Anwohnern. »Dieses Problem lösen wir nicht alleine mit Ordnungsmaßnahmen«, weiß Versmolds Bürgermeister Michael Meyer-Hermann. Denn die Jugendlichen sind kreativ und mobil unterwegs. Freundeskreise mischen und treffen sich über Kommunengrenzen hinweg. »Daher haben wir als Nachbarkommunen beschlossen, uns zusammenzuschließen und das Projekt gemeinsam anzugehen.«

AWO ist Träger, Kreis Partner

Gemeinsam mit dem AWO-Kreisverband als Projektträger und dem Kreis Gütersloh als Kooperationspartner gab es dazu einen Förderbescheid über 150.000 Euro von »Vital.NRW« . Die restlichen 35 Prozent der Kosten tragen die Kommunen sowie der AWO-Kreisverband. Mit dem Geld soll eine volle Stelle eingerichtet und mit Sachmitteln für die pädagogische Arbeit ausgestattet werden.

Zuhören, beraten, unterstützen und vermitteln – beim Konzept der »Aufsuchenden Jugendarbeit« suchen Streetworker den Kontakt zu Jugendlichen, um deren Problemen und Interessen Raum zu geben. Auf Initiative der Städte Borgholzhausen, Werther und Versmold startet dort nun das Projekt »Aufsuchende Jugendarbeit für starke junge Menschen im ländlichen Raum« für einen Zeitraum von drei Jahren.

Es soll ein Dialog mit Jugendlichen entstehen, sodass gemeinsam konkrete Freizeitangebote entwickelt werden können. Der Streetworker unterstützt die Jugendlichen in Bedarfsfällen sowie in Problemsituationen und bietet sich als Vertrauensperson an.

Durch die Kooperation der verschiedenen Institutionen und deren Erfahrungsaustausch soll ein großes Netzwerk über behördliche Strukturen hinaus entstehen, das auch nach dem Ende des Projektes bestehen bleibt.

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