Fernbedienungs- und Stromprobleme: Die Schranke bleibt bis nächste Woche nutzlos
Der Baustellen-Irrsinn

Werther-Theenhausen (WB). Ein Wasserschaden, zu wenig Strom und zu viele Busse: Die Kuriositäten an der Baustelle Theenhausener Straße nehmen zu. Das Neue vorweg: Es gibt seit Dienstag eine Schranke. Die steht allerdings nicht dort, wo sie geplant war, und funktioniert noch nicht.

Donnerstag, 04.07.2019, 08:44 Uhr aktualisiert: 04.07.2019, 08:58 Uhr
Schranke auf: Busfahrer können die Schranke mit einer Fernbedienung öffnen. Die wird allerdings derzeit noch nicht benötigt, weil die Schranke vorerst noch geöffnet bleibt. Foto: Hendrik Fahrenwald

Sie ist gekommen, um die Baustelle abzusperren und Autofahrern, die sich nicht um Verbotsschilder kümmern, aufzuhalten. Seit Dienstag steht die Schranke auch auf der Baustelle. Doch sie versperrt nicht den Weg. Der Grund für ihre kerzengerade Position und Kuriosität Nummer 1: »Es gibt noch Probleme mit der Stromversorgung«, sagt Jan Focken, Pressesprecher der Stadt Gütersloh. Die Schranke hat zwar ein Solarpanel. Doch das reicht am Tag nur für 50 Mal auf und zu.

Da Busse, Rettungs- und Baustellenfahrzeuge die Schranke per Fernbedienung passieren, wird die Schranke vermutlich öfter als 50 Mal benutzt. Deshalb habe man sich dazu entschlossen, die Schranke an den Baustrom anzuschließen. Den gibt’s an der Mündung Voßheider Straße/Theenhausener Straße. Nicht aber an der eigentlich geplanten Stelle auf Höhe der Aufmündung Langenheider Straße.

Wer bekommt eine Fernbedienung?

Allein die Einrichtung des Stromanschlusses sorgt allerdings nicht dafür, dass die Schranke vermutlich erst ab Montag nächster Woche in Betrieb geht. Denn es gibt noch ein weiteres kurioses Problem: Die Frage, welche Busse eine Fernbedienung bekommen, ist laut Focken noch nicht geklärt. Die Verteilung ist schwierig, weil einige Subunternehmer beteiligt sind.

Aus diesem Grund hat Uwe Heyer noch seinen Job an der Baustelle. Der 56-Jährige arbeitet beim Sicherheitsdienst, der die Baustelle bewacht. Seit 14 Tagen ist er Theenhausens mobile Schranke. Heyer lässt keinen rein, der nicht auf die Baustelle darf. Und er steht sogar an der richtigen Stelle, nämlich an der Aufmündung Langenheider Straße. Dort, wo die Schranke ursprünglich aufgebaut werden sollte.

Sein Kollege Mehmet Cökelez passt auf, das kein Autofahrer an der Ecke Dieckbrede/Voßheide Richtung Baustelle fährt. Dort weist sonst nur ein Sackgassenschild und »Anlieger bis Baustelle frei« auf die Baustelle hin.

Freie Fahrt nach Feierabend

Zusätzlich gibt’s zwei Absperrbaken. Diese räumt Mehmet Cökelez allerdings an die Seite, wenn er Feierabend hat. Sind er und sein Kollege Uwe Heyer nicht mehr vor Ort, lassen sich die Autofahrer nicht immer von den Verbotsschildern abschrecken. »Dann fahren sie wieder durch die Baustelle«, sagt Heyer. Auch vor seinem Dienstbeginn gebe es vor Ort regen Verkehr. Das habe sich zumindest seit dem Hinweis, dass die Baustelle neuerdings videoüberwacht wird, geändert. Seit Dienstag weisen Schilder darauf hin. »Seitdem ist es sehr ruhig geworden«, sagt Heyer.

Aufruhr bei den Anwohnern gab es dennoch kurz am Mittwochmorgen. Denn bei den Bauarbeiten ging eine Wasserleitung kaputt. Diese musste schnell repariert werden. Laut Auskunft des Tiefbauamts hatten die Anwohner allerdings nur wenige Stunden kein Wasser.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6746819?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516078%2F
Ahlers baut 80 Arbeitsplätze ab
Ahlers-Firmenzentrale in Herford
Nachrichten-Ticker