Löschzug Langenheide weiht sein neues Fahrzeug ein
Ein echtes Arbeitstier

Werther-Langenheide (WB). Er hat eine kräftige Stimme und hüllt sich auch schon mal in Rauch. Der HLF 10 des Löschzugs Langenheide ist das völlig neue Fahrzeug, das die Einsätze jetzt als echtes Arbeitstier verbessern wird.

Montag, 01.07.2019, 07:27 Uhr aktualisiert: 01.07.2019, 09:32 Uhr
Das neue Fahrzeug ist echtes Arbeitstier (von links): Dirk Rieke, Dr. Dirk Hollmann, Uwe Theismann und Marion Weike weihen das HLF (Hilfe-Lösch-Gruppenfahrzeug) ein, dass allerdings schon bei einem Einsatz dabei war. Foto: Eische Loose

Für Freitag hatte der Löschzug Langenheide zur Einweihung seines neuen Fahrzeugs eingeladen. Dabei ist der Hilfe-Lösch-Gruppenwagen (HLF) schon seit dem 17. Mai bei den 29 Aktiven. Seither wird er getestet, arbeiten sich die Feuerwehrleute auf und mit ihm ein. Denn innerhalb von 136 Jahren des Bestehens ist es erst das vierte neue Fahrzeug, das sich der Löschzug leistet.

Wassertank ist doppelt so groß als üblich

Das HLF 10 wurde dabei konsequent auf die Bedingungen in Langenheide zusammen gestellt. Dazu gehört auch, dass statt des ursprünglichen 1000 Liter Tanks nun 2000 Liter Wasser auf den Wagen geladen werden können. Somit müsste es eigentlich HLF 20 heißen. Im Angriffsfall kann das C-Rohr damit rund 20 Minuten betrieben werden und erste Hilfe leisten. Doch die Pumpe schleust die 2000 Liter auch in zwei Minuten beispielsweise auf ein anderes Fahrzeug um.

Neues Fahrzeug ersetzt mehrere alte Wagen

Natürlich kann das Fahrzeug, das üblicherweise mit einer Gruppe, also neun Personen bestückt wird, noch viel mehr. Es gibt eine Schere, einen Spreizer, Hebekissen und einen pneumatischen Lichtmast für Nachteinsätze. Auf diese Weise ersetzt das Fahrzeug neben dem Tank- und dem Mannschaftstransportfahrzeug den Fuhrpark und das rund 50 Jahre alte LS16TS, das noch 1600 Liter Wasser führte.

Stadt hat 340.000 Euro bezahlt

»Es ist ein toller Fortschritt«, bedankte sich Löschzugführer Dirk Rieke, als Bürgermeisterin Marion Weike den Schlüssel überreichte. Die Stadt hat die 340.000 Euro Kosten übernommen, die für das Gestell von MAN, den Aufbau der Firma Schlingmann und Ausbau von Firma Henkel fällig wurden. In ihrer Rede vor dem Löschzug und den befreundeten Wehren betonte Weike die wichtige Aufgabe des Fahrzeugs für die Sicherheit der Bürger.

Menschenrettung, Brandbekämpfung, immer mehr technische Hilfe und die Unterstützung anderer Wehren sind die Hauptaufgaben, die meist auch tagsüber anfallen.

Dr. Dirk Hollmann, Leiter der Wertheraner Wehr

Auf diese legte auch der Leiter der Wertheraner Wehr Dr. Dirk Hollmann wert. Er zählte bei der Frage nach dem Warum auf, wofür die Wehr gebraucht werde: »Menschenrettung, Brandbekämpfung, immer mehr technische Hilfe und die Unterstützung anderer Wehren sind die Hauptaufgaben, die meist auch tagsüber anfallen«, sagte er. Daher meinte der stellvertretende Kreisbrandmeister Uwe Theismann auch: »Es ist kein Geschenk, denn das Fahrzeug kommt allen zu Gute.«

Sirenen heulen auf

So wurde der Schlüssel schnell weiter gereicht an den zuständigen Fahrzeuggerätewart Uwe Schwentker. Dieser ließ zum Einstieg des 290 PS starken ersten Automatik-Wagens die Sirenen aufheulen. Danach konnten alle einen Blick in den Zuwachs werfen, der übrigens schon seinen ersten Einsatz bei einem Containerbrand auf dem Hof Pahmeyer hinter sich hat. »Das beste ist, dass ich aufrecht im Führerhaus stehen kann«, lachte Marion Weike nach ihrer Besichtigung.

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