CDU-Kandidatin Birgit Ernst beantwortet bei einem Heimspiel mit benachbarten CDU-Stadtverbänden Fragen
»Segel setzen Richtung Europa«

Werther (WB/jog). Auch an ihrem 51. Geburtstag macht Birgit Ernst keine Wahlkampfpause. Mehr als 50 Gäste aus den umliegenden CDU-Ortverbänden singen »Happy Birthday«, bevor sie unter der Überschrift »Zuhören für Europa« Fragen beantwortet und Stellung nimmt zu aktuellen Themen.

Montag, 06.05.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 06.05.2019, 16:16 Uhr
Gruppenbild mit Dame: Birgit Ernst absolviert an ihrem Geburtstag ein »Heimspiel« im Sedan. Von links Alexander Fillers (CDU-Stadtverband Werther), Michael Schönbeck (Spenge), Birgit Ernst, Bernd Gläser (Dornberg), Frank Strothmann (Jöllenbeck) und Axel Reimers (Halle). Foto: Gerhards

»Wir wollen Segel setzen und für den Rückenwind sorgen, der dich nach Brüssel tragen soll«, verspricht Frank Strothmann vom CDU-Stadtverband Spenge, der als Moderator die Diskussion begleitet. Nach ihrem unerwartet knappen Ergebnis bei den letzten NRW-Landtagswahlen, als nur 219 Stimmen zum Direktmandat fehlten, schickt sich Birgit Ernst nun an, in Nachfolge Elmar Broks die Interessen von OWL im Europaparlament zu vertreten. Es könnte knapp werden, doch ihre Chancen sind mit Platz 7 auf der Landesliste nicht aussichtslos, derzeit sind acht Mitglieder des CDU-Landesverbands an den Arbeitsstandorten Brüssel und Straßburg aktiv.

»Wahlbeteiligung unter 50 Prozent wäre ein Armutszeugnis«

»Wie können wir dich unterstützen?« lautet die erste Zuhörerfrage an diesem Abend. »Unbedingt wählen gehen!« empfiehlt Birgit Ernst. Eine Wahlbeteiligung unter 50 Prozent wie beim letzten Mal sei ein Armutszeugnis für die Demokratie. Die EU-Gegner am rechten und linken Rand hätten derzeit nur 48 Sitze weniger als die moderaten Kräfte. Europa sei als Friedensprojekt inzwischen für die Jugend zu einer Selbstverständlichkeit geworden. »Davon zeugen jede Menge Austauschschüler, die in den letzten Jahren an unserem Küchentisch gesessen haben«, betont Birgit Ernst.

Nicht nur weil ihr Sohn in der kommenden Woche eine Klassenfahrt nach Großbritannien unternimmt, habe sie die Hoffnung auf einen Rückzug vom Brexit noch nicht vollständig aufgegeben. Allerdings traut sich die Kandidatin eine genaue Prognose nicht zu. Seit die Büchse der Pandora geöffnet worden sei, zerlege sich das Mutterland der Demokratie selbst, während alle übrigen 27 EU-Länder zumindest in diesem Punkt seltene Einmütigkeit bewiesen, so lautet ihre Analyse.

Nachdenkliche Töne von Birgit Ernst zum Schülerprotest

»Die CDU ist deswegen die richtige Partei, weil sie Menschen und Wirtschaft gleichermaßen berücksichtigt, anstatt sie gegeneinander auszuspielen«, sagt Birgit Ernst. Sie räumt aber auch ein, dass im Wahlprogramm die Themen Umwelt und Klimaschutz »etwas dünn besetzt sind«. In Bezug auf die von Greta Thunberg angestoßenen Jugendproteste findet sie es unklug, »diejenigen, die sich engagieren, gleich zu verprellen«. Schließlich erreiche man die aktiven Schüler viel eher als jene, die nur daddelnd vor ihren Spielekonsolen sitzen.

In entscheidenden Punkten teilt Birgit Ernst die europäischen Positionen von Emmanuel Macron, den Paragrafen 13 des neuen Urhebergesetzes hält sie dagegen für »nicht vergnügungssteuerpflichtig«. Dazu plädiert sie für ein Europa mit regionalen Eigenheiten unter einem gemeinsamen Dach. Zusammenfassend stellt sie als Ziel ihres Wahlkampfes drei wesentliche Punkte heraus. Sie möchte Europa stark machen, um den Frieden zu erhalten, mit der CDU die treibende Kraft für Menschen und Wirtschaft bleiben und am Abend des 26. Mai den Wahlsieg mit Champagner feiern.

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