Dem Nachfolger im Bürgerbus-Verein Werther wünscht er neue Fahrer im Team
Bürgerbus: Möller gibt den Vorsitz ab

Werther (WB). Klar, alles läuft ehrenamtlich. »Aber am Ende ist der Bürgerbus-Verein wie ein kleines Unternehmen mit klaren Aufgaben und Pflichten«, sagt Horst Möller. Acht Jahre lang liefen bei ihm die Fäden zusammen. Aber am kommenden Montag wird der 71-Jährige bei der Jahreshauptversammlung des Bürgerbusvereins (20 Uhr, Gasthof Weinhorst) nicht wieder als Vorsitzender antreten.

Sonntag, 07.04.2019, 08:45 Uhr aktualisiert: 07.04.2019, 09:00 Uhr
Bald nur noch Fahrgast im Bürgerbus: Horst Möller. Foto: Klaus-Peter Schillig

Und auch nicht dürfen – die Regelung in der Satzung, dass der Vorsitz nach spätestens vier mal zwei Jahren (also drei Wiederwahlen) abgelöst werden muss, hat Horst Möller selbst mit angestoßen. »Das ist auch ein Zeichen an die, die in Zukunft ein Amt übernehmen: Sie sollen nicht die Sorge haben, es nie wieder los zu werden«, sagt er. »Außerdem ist es wichtig, die Chancen zu nutzen, wenn ein Generationswechsel möglich ist«, ergänzt Möller. Mit Blick auf seine Nachfolge ist er da sehr optimistisch.

20 »Kollegen« am Lenkrad

2007 hat Horst Möller als Fahrer des Bürgerbus-Bullis die ersten Runden über Werther, Theenhausen und Häger gedreht. Den Platz hinterm Lenkrad nimmt er inzwischen seit zwei Jahren nicht mehr ein. Aber auch ohne regelmäßige Schichten im Fahrgast-Betrieb – dort sind aktuell 20 »Kollegen« im Einsatz – blieb genug ehrenamtliche Arbeit für den 2001 gegründeten Verein.

Möller, der 2011 die Nachfolge des Gründungsvorsitzenden Hans-Werner Böhme angetreten hatte, war Bindeglied zwischen der BVO als Betreiber der Buslinie und dem Fahrerteam, das sich regelmäßig alle 14 Tage zur Dienstbesprechung trifft. Besondere Knobelei war es, wenn »die großen Busse« durch Betreiberwechsel die Taktung änderten: Dann puzzelte Möller am Bürgerbus-Fahrplan herum, um ihn optimal anzupassen.

13.000 Fahrgäste im jahr

Durchschnittlich befördert der Bürgerbus rund 13.000 Fahrgäste im Jahr. Darauf, dass das Fahrerteam die Schichten selbstständig, flexibel und zuverlässig abdeckt, kann der Noch-Vorsitzende sich verlassen – und damit auch sein Nachfolger. Dem wünscht Möller vor allem, dass das Fahrerteam wachsen möge: »So verteilt sich der Einsatz auf vielen Schultern.«

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