Zweitbester Umsatz in Firmengeschichte - Logistikzentrum im Juli fertig
Ein ganz starkes Jahr für Pikeur

Werther (WB). Pikeur aus Werther hat 2018 das zweitbeste Umsatzergebnis der Firmengeschichte erzielt. Und so wie Geschäftsführer Markus Brinkmann zu verstehen ist, wird der Reitmodenhersteller mit dem Bau des neuen Logistikzentrums in Werther künftig noch stärker werden können.

Donnerstag, 07.03.2019, 04:00 Uhr
Der Bau des neuen Logistikzentrums von Pikeur im Gewerbegebiet Esch kommt gut voran. Planmäßig soll im Juli Einzug sein. Dann werden 1200 Pakete täglich Werther auch in Richtung der stärker gewordenen Auslandsmärkte verlassen. Foto: Stefan Küppers

Im Rahmen einer Bilanzpressekonferenz der Buggati Holding Brinkmann in Herford sind auch die wirtschaftlichen Entwicklungen des Tochterunternehmens mit den Marken Pikeur (Reitmoden) und Eskadron (Reitzubehör) mitgeteilt worden. Das Unternehmen Pikeur Reitmoden beschäftigt etwa 70 Mitarbeiter am Standort Werther sowie weitere 40 in Uchte (Niedersachsen). Hinzu kommen Mitarbeiter im Brinkmann-Stammsitz Herford, die für gleich mehrere Unternehmen der Bugatti-Holding tätig sind.

In Werther wird ein zweistelliger Millionenbetrag investiert

Eine genaue Umsatzzahl nannte Geschäftsführer Markus Brinkmann nicht. Er sagte aber, dass der Reitmoden-Hersteller aus Werther seit der Übernahme vor 30 Jahren den Umsatz mittlerweile mehr als vervierfacht habe. Genau dieser Umstand aber habe die erheblichen Investitionen in das neue Logistikzentrum im Gewerbegebiet Esch erforderlich gemacht. Denn der Umsatzsprung habe zu Engpässen in der Logistik geführt, die Gebäude von Pikeur seien trotz immer größeren Geschäfts nicht mitgewachsen.

Investiert wird in Werther ein Betrag zwischen 10 und 20 Millionen Euro, genaueres wollte Markus Brinkmann nicht sagen. Gleichwohl sei diese Investition schon als ein Bekenntnis zum Standort Werther zu verstehen, ergänzte der Geschäftsführer. Schon im kommenden Juli will das Unternehmen das neue Logistikzentrum planmäßig einziehen. Insgesamt stehen dann mit den Altgebäuden 17.000 Quadratmeter zur Verfügung, um Produkte zu lagern und auszuliefern.

»Das ist für uns tatsächlich ein außergewöhnliches Projekt«, ordnete Markus Brinkmann ein. Sowohl Hänge- als auch Liegeware werde in einem weitgehend automatisierten Prozess im Logistikzentrum verarbeitet. Die Genauigkeit und Schnelligkeit der Prozesse werde zunehmen. Wenn alles läuft, werden täglich bis zu 1200 Pakete von Werther aus in mehr als 65 Länder verschickt. Besonders gefragt sind bei Kunden Reithosen und Sakkos.

Noch Potenziale auf dem Exportmarkt

Für die Zukunft hat sich Pikeur einiges vorgenommen. Zwar sei der Reitsport-Markt letztlich eine Nische, deshalb kein reiner Wachstumsmarkt, so der Geschäftsführer. Eine Konsolidierung oder ein kleineres Wachstums ist aus Sicht von Markus Brinkmann deshalb schon ein Erfolg, wobei es aber vor allem darum gehe, Marktanteile zu gewinnen. »Wir sehen Potenziale bei beiden Marken, bei Pikeur und Eskadron, insbesondere auf dem Exportmarkt«, sagt Brinkmann. Der Exportanteil lag 2018 immerhin bei rund 46 Prozent.

Starke Auslandsmärkte sind Großbritannien (»Wir sind in Sachen Brexit auf alle Eventualitäten vorbereitet.«), die Benelux-Staaten, Schweden, Schweiz Österreich und die USA. Der russische Markt werde nun strukturell angegangen. Auch Polen habe sich extrem gut entwickelt und der französische Markt werde jetzt auf Vertreterbasis bearbeitet und habe an Bedeutung gewonnen.

 

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