Sanierung der Ortsdurchfahrt Theenhausen: »Es gibt keine Vollsperrung«, sagt der Kreis
Die ganz große Sorge ist unbegründet

Werther (WB). In Theenhausen geht die Sorge um: Da wird endlich die holprige Ortsdurchfahrt saniert. Aber das soll nach Aussagen im Wertheraner Betriebsausschuss insgesamt mehr als ein Jahr dauern – und das bei Vollsperrung. Das stimmt so nicht, sagt Henrik Egeler, Leiter des Tiefbauamtsleiters beim Kreis Gütersloh. Es werde abschnittsweise gebaut und gesperrt.

Freitag, 08.02.2019, 04:00 Uhr aktualisiert: 08.02.2019, 08:14 Uhr

»Die Anlieger in Theenhausen müssen sich keine Sorgen machen, dass sie nicht zum Bäcker oder zu ihren Häusern kommen«, ergänzte Egeler, der im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT gemeinsam mit seinem Kollegen Timo Kohl die Planungen des Kreises vorstellte.

Alle sollen erreicht werden

Praktisch von Ortseingangsschild zu Ortseingangsschild wird die Kreisstraße 28 samt Radweg generalüberholt. »Wir haben uns da schon mächtig Gedanken gemacht«, bestätigt Henrik Egeler, damit alle erreicht werden könnten. Das sei ja schon für Müllabfuhr und Rettungsdienst notwendig.

Stadt plant Info-Abend

»Ganz dicht sei die Straße auch in den gesperrten Abschnitten nicht«, ergänzt Timo Kohl. Laufwege und Anfahrtswege würden irgendwie ermöglicht. So auch in der Brennenheide, die eigentlich eine Siedlung mit nur einer Ausfahrt auf die K 28 ist. Es gebe aber noch zwei Zufahrten, die derzeit mit Blumenkübeln gesperrt seien. Die könnten geöffnet werden, um über ortsinterne Umleitungen, beispielsweise über die Voßheide, in alle Richtungen fahren zu können. »Im Mikroumfeld gibt es immer Lösungen, mit den Theenhausenern würden da auch einzeln Gespräche geführt. Eventuell wird es vor Beginn der Baumaßnahme noch eine Info-Veranstaltung geben.«

Verkehr bereitet Sorgen

Den beiden Baufachleuten vom Kreis Gütersloh bereitet vielmehr der überörtliche Verkehr Sorgen, der zwischen dem Raum Gütersloh, Halle und A 33 sowie dem Nachbarland Niedersachsen unterwegs ist. Mit den Behörden dort werde derzeit über großräumige Umleitungen gesprochen, denn Lkw noch Pkw auf der Durchreise möchte man weder als Irrläufer in der Baustelle noch im Wohngebiet an der Voßheide haben.

Irrfahrt trotz Security

Vor allem die, die stur nach »Navi« fahren, könnten zum Problem werden. Neulich für eine Baustelle in Herzebrock habe man einen Sicherheitsdienst zusätzlich zu den Sperrschildern angeheuert – und dennoch seien Fahrzeuge in den Baustellenbereich gefahren.

560 Meter neuer Kanal

Für Mitte Februar hat der Kreis Gütersloh die Ausschreibungen angepeilt, im späten Frühjahr soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Vorher ist auch noch die Stadt Werther am Zuge. Zwischen den Aufmündungen Langenheider- und Suttorfer Straße, bis auf ein paar Meter identisch mit der Strecke zwischen den Ortseingangsschildern, müssen ein neuer Regenwasserkanal verlegt und abseits der Straße ein neues Regenrückhaltebecken mit Reinigungsfunktion gebaut werden. Über 560 Meter Länge ist auch ein neuer Schmutzwasserkanal nötig.

Regenwasser in Bachläufen

Das Rückhaltebecken mit Reinigungsstufe ist nötig geworden, weil bisher aus dem Regenwasserkanal Teilmengen in umliegende Bachläufe abgeleitet worden sind. Das ist, so erläuterte Alexander Schweitzer im Betriebsausschuss, angesichts der gestiegenen Fahrzeugzahlen auf der Ortsdurchfahrt nicht mehr erlaubt.

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