Anna Rzeha startet am 1. März im »Café Vincent« in Werther in die Selbstständigkeit
Leckere Torten auch nach Omas Rezepten

Werther (WB). Sie hat schon viel Zuspruch und viele Wünsche über die sozialen Medien bekommen, die Familie steht voll hinter ihr, sie hat einen professionellen Mentor und – das Wichtigste – sie kann hervorragend backen: Anna-Luise Rzeha, die am 1. März das Café Vincent im Böckstiegel-Museum übernimmt.

Donnerstag, 07.02.2019, 08:00 Uhr
Das Böckstiegel-Museum hat vom 1. März an eine neue Café-Betreiberin. Anna Rzeha bringt Back- und Koch-Talent mit, Mentor Horst Peil vermittelt organisatorische Fähigkeiten. Foto: Schillig

Ein Angebot und eine Entscheidung, die für die 26-jährige Hallerin völlig überraschend kam. Zwar hat sie sich erst bei Familienfeiern, dann beim Haller Herbst oder bei den Ausstellungstagen »Unikat« in der Haller Lederfabrik schon einen Namen gemacht mit ihrem leckeren Backwerk. Aber der bevorstehende Sprung von der spaß- und freizeitorientierten »Annas Tortenschmiede« ins professionelle Gastronomiegeschäft hat sie manche schlaflose Nacht und auch manche Träne des Zweifels gekostet.

»Ein eigenes Café war schon immer mein Traum«

»Ich bin froh, dass sie es macht«, sagt Horst Peil vom Mentoren-Service OWL, der auch schon Anna Rzehas plötzlich verstorbene Vorgängerin Lydia Fehre erfolgreich gecoacht hatte. »Sie hat die Fähigkeiten und den Background ihrer Familie«, ist sich der frühere Personalchef sicher.

Ein eigenes Café zu betreiben, »das war schon immer mein Traum«, erzählt die Hallerin über sich. Bevor sie den jetzt früher als erwartet in die Tat umsetzt, hat sie in Bielefeld Gesundheitswissenschaften studiert, war damit aber nicht zufrieden und hatte gerade noch angefangen, in Osnabrück Ökotrophologie zu studieren. Zum 1. März wird sie dort exmatrikuliert.

»Ohne Café wäre das Museum nur eine halbrunde Sache.«

Weil die Küche im Böckstiegel-Museum winzig ist, werden die meisten Torten in der eigenen Küche gebacken. Die Äpfel für Torten werden vom elterlichen Land stammen, ebenso die Kartoffeln im Eintopf. Beim Kochen und beim Backen hat Oma ihr oft über die Schulter schauen. »Sie ist eine begnadete Bäckerin und Köchin. Auch von Mama habe ich ganz viel gelernt«, schwärmt Anna Rzeha von ihren beiden Vorbildern im heimischen Dreigenerationenhaus, dass sie so liebt. Und wenn mal eine Torte nicht aus eigener Produktion stammt, dann doch aus Familienhand. »Meine Schwester ist auch eine ›Tortenmaus‹«.

Glücklich mit der schnell gefundenen Nachfolge ist auch Beate Behlert, Geschäftsführerin der Böckstiegel-Stiftung: »Ohne Café wäre das Museum nur eine halbrunde Sache.«

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