Führungswechsel bei P + P in Werther – 250 Millionen Euro Umsatz angepeilt
Quartett übernimmt Leitung

Werther (WB). Aus einem Führungsduo ist ein Quartett geworden: Bei Poppe + Potthoff leitet ein neues Team das vor 90 Jahren in Werther gegründete Familienunternehmen, das heute mit Tochterfirmen und langjährigen Partnern in mehr als 50 Ländern aktiv ist.

Dienstag, 05.02.2019, 12:00 Uhr
Ein neues Führungsteam hat bei Poppe + Potthoff seine Aufgaben genommen: Ron Blokzijl, Steffen Herter, Dr.-Ing. Bengt-Henning Maas und Benjamin Hud (von links) lösen Dr. Christian Potthoff-Sewing und Rüdiger Faustmann ab. Foto: Stefan Roecken

Der Führungs- und Generationswechsel, den das Unternehmen gestern bekannt gab, erfolgte bereits zum Jahreswechsel. Der bisherige Hauptgesellschafter und Finanzchef Christian Potthoff-Sewing (59), Urenkel des Gründers Hermann Potthoff, ist nach mehr als 25 Jahren an der Spitze in den Beirat der Unternehmensgruppe gewechselt. Ausgeschieden ist zudem Rüdiger Faustmann, der 2001 nach Werther kam und wenig später CEO wurde.

Ron Blokzijl neuer Sprecher

Die Nachfolge wurde nach Unternehmensangaben von langer Hand vorbereitet. Drei der vier neuen Geschäftsführer sind Führungskräfte, die vor Jahren gezielt an Bord geholt und auf die bevorstehenden Aufgaben vorbereitet wurden. Unterstützt werden sie von einem weiteren erfahrenen Top-Manager aus der Industrie: Ron Blokzijl, Ingenieur und Betriebswirt mit Stationen an der Spitze von Unternehmen in Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz und in Österreich, ist fortan Sprecher der Geschäftsführung. Der 49-Jährige hat die Aufgabe, die Gruppe strategisch weiter zu entwickeln.

»Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe, da ich hier eng mit einem jungen und optimal eingespielten Führungsteam zusammenarbeite«, erklärt Blokzijl, der im Oktober ins Unternehmen kam. »Poppe + Potthoff steht kerngesund da. Dafür, dass Dr. Potthoff-Sewing die Nachfolge sorgfältig vorbereitet hat, zolle ich ihm großen Respekt. Mit diesem Team sind wir bestens aufgestellt, um neue Chancen zu ergreifen.« P+P peilt 2019 den Rekordumsatz von 250 Millionen Euro an.

Neue Struktur

Zum neuen Führungsteam gehören außerdem Steffen Herter, Dr. Bengt-Henning Maas und Benjamin Hud. Mit dem Wechsel an der Spitze hat sich auch die Organisationsstruktur im Unternehmen geändert, das seit 1928 in Familienbesitz ist und sich am internationalen Markt einen Namen für höchste Präzision in der Metallverarbeitung für die Fahrzeugindustrie, im Schiff- und Flugszeugbau sowie im Maschinenbau und weiteren Industrien erarbeitet hat.

Herter ist neuer Chief Executive Drive Technology. Der 43-Jährige wurde 2016 als Geschäftsführer für die R+W-Gruppe (Präzisions- und Industrie-Kupplungen) geholt, die seit 2011 zu Poppe + Potthof gehört.

Maas als Chief Executive Mobility leitet die Produktsegmente Rohr-Komponenten und Präzisionsbauteile und damit das Ursprungsgeschäft von P+P und was daraus geworden ist. Der promovierte Physiker (36) kam aus der Stahlforschung 2014 ins Unternehmen treibt auch das Thema Industrie 4.0 voran.

Benjamin Hud (40) der seit 2009 die Finanzen und das Controlling leitet, ist nun Chief Financial Officer und verantwortet in dieser Rolle auch die Personalentwicklung und die IT des Konzerns, zu dem an 17 Standorten im In- und Ausland rund 1650 Mitarbeiter gehören.

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