Ausverkaufte Premiere der Theatergruppe Lampenfieber in Werther – weitere Aufführungen folgen
Eine Kreuzfahrt als Lacherfolg

Werther (WB/el). Weniger romantisch als überaus komisch sind die Verwirrungen, die den Passagieren der »MS Aphrodite« widerfahren. Das erlebten die 330 Besucher der Premiere des neuesten Streichs der Theatergruppe Lampenfieber an diesem Wochenende.

Montag, 04.02.2019, 07:45 Uhr aktualisiert: 04.02.2019, 09:30 Uhr
Wie soll es nur weiter gehen (von links), denkt Regisseur Francois de Bedell (Henning Osha) als Serienstar Mennowin Mennerich (Maik Osha) zusammen bricht, während Assistent Ivo (Lennart Rö­themeyer) zu helfen versucht. Foto: Eische Loose

Voll besetzt ist die Aula der Böckstiegel-Gesamtschule als Hermann Konnemann als Steward die letzten Gäste an Bord begrüßt. Dabei vermutet er schon weitsichtig, dass Beate Reichenbach (Martina Dangberg-Gerth) mit ihrem Ehemann Rüdiger (Maik Osha) und ihrer Freundin Astrid Wegener (Sonja Wolff) nur Schwierigkeiten machen würden. Allerdings ist das Leben an Bord auch ohne diese drei Passagiere schon ordentlich von Problemen gebeutelt.

Zwischen Panik-Attacken und Yoga-Übungen

Die beiden für das Show-Programm und die TV-Serie Verantwortlichen können ein Liedchen davon singen. Regisseur Francois de Bedell, den Henning Osha zwischen Panik-Attacken und Yoga-Übungen dünnhäutig auf die Bühne bringt, gibt sein Bestes, um sämtliche Stars und Sternchen zur Mitarbeit zu motivieren. Doch die sind mehr mit ihren Allüren als mit dem Programm beschäftigt. Das Volksmusik-Duo Schnitzler, von Hermann Konnemann (Manuel) und Sonja Wolff (Michaela) verkörpert, hat Drogen- und Eheprobleme. Schlagersängerin Angelika Bunt (Anika Rebhan) kämpft mit ihren anrüchigen Texten und dem daraus resultierenden Image, will aber auch keine Änderung.

Und erst dieser Mennowin Mennerich. Maik Osha spielt den Schauspieler äußerst aufmüpfig und überheblich, bezeichnet alle andern als unfähige Amateure. Zum Glück jedoch ist Rüdiger Reichenbach dem rüpeligen Serien-Star wie aus dem Gesicht geschnitten. Nur deshalb hat ihn seine Ehefrau, die Martina Dangberg-Gerth als überdrehten Fan anlegt, einst geheiratet. Denn ansonsten ist mit dem geschundenen Kofferträger wenig anzufangen. Maik Osha, der hier in einer Doppelrolle glänzt, zeigt einen leicht dümmlichen, aber herzensguten und bodenständigen Mann, der seine Frau von sich selbst überzeugen will.

Nachfragen an der Abendkasse lohnen immer

Leier ist »Rüdi« aber auch als Schauspieler ein kompletter Reinfall. Das muss in die Hose gehen, dankt sich wohl auch der Regie-Assistent Ivo. Lennart Röthemeyer spielt das stets überforderte, aber auch immer rührige Mädchen für alles mit osteuropäischem Akzent und bodenständigem Gemüt. Erst mit Erscheinen von Journalist Töpperwein (Heiko Klose) explodiert der Knoten.

Zwar sind die weiteren Termine am kommenden Sonntag 10. Februar um 17 Uhr in Werther und danach am 16. und 17. Februar in Jöllenbeck schon weitgehend ausverkauft. »Es lohnt sich aber immer an der Abendskasse nach zurück gegebenen Karten oder spontan aufgestellten Notstühlen zu fragen«, meint Hermann Konnemann.

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