Mehrheitsfraktionen im Stadtrat von Werther kontern CDU-Zahlen zum Blotenberg
Es bleibt eher etwas übrig

Werther (WB/pes). »Die Rechnung der CDU von vergangener Woche können wir nicht nachvollziehen«, sagt Georg Hartl, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Rat. Uwe Gehring (UWG) und Jan-Holm Sussieck (FDP) hauen in die gleiche Kerbe.

Sonntag, 03.02.2019, 06:45 Uhr aktualisiert: 03.02.2019, 07:00 Uhr
Georg Hartl (SPD(von links), Uwe Gehring (UWG) und Jan-Holm Sussieck (FDP) haben sich ebenfalls mit den Kosten für den Blotenberg beschäftigt und kommen zu anderen Ergebnissen als in der vergangenen Woche die CDU-Fraktion. Foto: Klaus-Peter Schillig

Mit ihren Kollegen aus den Fraktions-Vorständen haben sie sich von Kämmerer Rainer Demoliner die Abrechnungs-Modalitäten für Wasser und Abwasser für das geplante Wohngebiet Blotenberg erläutern lassen. Statt auf ein Minus von zwei Millionen Euro für die Stadt kommen sie sogar auf einen Überschuss, den die Stadt beim Verkauf der Grundstücke erzielen könnte.

Vielleicht noch Mittel für sozialen Wohnungsbau übrig

Die Zahlen, wie sie SPD, UWG und FDP verstehen, sehen so aus: Inklusive Ankauf kostet das Baugebiet 5,3 Millionen Euro, minus eine Million für die Entwässerung. Von der Gesamtfläche abgezogen werden noch Plätze, Straßen und Wege, für deren Bau aber wieder die Anlieger zu 90 Prozent zur Kasse gebeten werden. Es bleiben 34.000 Quadratmeter reine Baufläche. Würde man die für die angepeilten 170 Euro pro Quadratmeter verkaufen, käme man auf knapp 5,8 Millionen Euro.

»Wenn etwas übrig bleibt, könnte man damit sogar noch Projekte wie sozialen Wohnungsbau fördern«,. meint Georg Hartl. Die Kosten der Entwässerung würden dem Wasserwerk zugeschlagen und die auf Jahre gestreckten Abschreibungssummen in die Abwassergebühren eingerechnet. Die Bauherren müssten kein Stück Kanal dazu kaufen, sagt Jan-Holm Sussieck. Das wäre eine Art der Rechnung, die neu wäre.

Es bleibt nicht beim ersten Bauabschnitt

Uwe Gehring stellt dazu klar, dass sich alle Kosten auf die Bebauung des kompletten Blotenberg-Geländes beziehen. Ein erster Bauabschnitt sei nur gebildet worden, um zunächst die Chancen der Vermarktung auszuloten. Die Restfläche müsse aber wegen der großen Nachfrage schnell nachgeschoben werden. Der Vertrag mit dem Eigentümer, so Hartl, sei auch über die Gesamtfläche geschlossen. Es wäre wohl unverantwortlich, den Rest zu Baupreisen als Grünfläche auszuweisen.

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