Stadtmarketing Werther dreht sich um Böckstiegel – »Ravensberger Landpartie«
Das Museum ist ein echtes Pfund

Werther (WB). An Pfunden, mit denen man touristisch wuchern kann, hat Werther durchaus etwas zu bieten. Seit knapp einem halben Jahr sogar ein echtes Schwergewicht neben Rad- und Wanderwegen im Teutoburger Wald: das neue Böckstiegel-Museum. Das rückt beim Stadtmarketing natürlich immer mehr in den Vordergrund.

Freitag, 01.02.2019, 08:45 Uhr aktualisiert: 01.02.2019, 09:00 Uhr
Sandra Wursthorn und Guido Neugebauer, hier mit Händen voller Infomaterial, stellen das neue Böckstiegel-Museum in den Mittelpunkt des Stadtmarketings. Foto: Klaus-Peter Schillig

Im Rathaus macht man sich zusehends Gedanken, wie man die zahlreichen Besucher des Böckstiegel-Museums – immerhin 18.000 bei den zwei Ausstellungen seit Ende August – auch in die Innenstadt zum Einkaufen, zu Stadtführungen oder in die Gastronomie bringen kann. Sandra Wursthorn, Werthers Fachfrau fürs Stadtmarketing, und ihr Chef Guido Neugebauer, der allgemeine Vertreter der Bürgermeisterin, schauen dafür auch über den Tellerrand und wollen keineswegs nicht nur allein agieren.

Auch über »Teutoburger-Wald-Tourismus«

Wozu hat man beispielsweise den Zusammenschluss »Teutoburger-Wald-Tourismus« (TWT). »Die möchten Gruppen- und Busreisen in den Fokus nehmen«, blickt Sandra Wursthorn schon mal voraus, erzählt dabei auch von Kooperationen mit den Nachbarstädten Halle und Borgholzhausen und der Lebkuchenbäckerei »von Ravensberg« (Schulze) in Borgholzhausen. »Ravensberger Landpartie« könnte das neue Produkt heißen, gedacht vor allem für Gruppen, die nach dem Museum vielleicht noch ins Gerry-Weber-Outlet oder zu einer Betriebsbesichtigung bei Lebkuchen-Schulze möchten. Oder noch eine Kurzwanderung machen oder einen Blick auf Schloss Tatenhausen genießen wollen. Unterstützung soll auch hier vom TWT kommen.

»Gruppen auf Tour«

Es ist ein ganzer Stapel von Broschüren und Karten, die die beiden Rathaus-Mitarbeiter da vor sich liegen haben. Manche sind ausschließlich auf Werther bezogen, manche auf den Kreis Gütersloh und einige beziehen sich auf ganz Ostwestfalen. »Besuchen sie das rot leuchtende Künstlerhaus des Malers Peter August Böckstiegel, das jüngst um ein modernes Museum mit Café erweitert wurde« heißt es etwa im noch druckfrischen Katalog des TWT mit dem Titel »Gruppen auf Tour«.

Und der im vergangenen Mai erschienene Katalog über die Urlaubs- und Freizeitregion Teutoburger Wald wirbt auf Seite 26 für Werther mit »Große Kunst und aktiver Naturgenuss«. Unter anderem mit diesen Katalogen wird sich die Region bei den nächsten Touristik-Messen vorstellen. »Diese Richtung, sich auf den Weg zu machen, ist genau die richtige«, meint Sandra Wursthorn.

Neuer Stadtplan mit Rad- und Wanderwegen

Sie hat aber selbst noch einiges in der Pipeline. Noch im ersten Halbjahr 2019 soll ein neuer Stadtplan erscheinen, in den neben neuen Rad- und Wanderwegen auch der Böckstiegel-Pfad bis zur Deppendorfer Mühle sowie das Museum in Bild und Text vertreten sein werden. Ob bei Anzeigen in einschlägigen Reise- oder Kulturmagazinen, in lokalen oder überregionalen Broschüren – Böckstiegel spielt fast immer eine Rolle. In älteren Exemplaren nur mit dem Künstlerhaus, in neuen schon mit dem Museums-Neubau. Der wird auf jeden Fall auch im neuen Internet-Auftritt eine große Rolle spielen.

Homepage ganz frisch

»Wir waren damals mit unserer Homepage ganz vorne weg. Aber die ist jetzt auch in die Jahre gekommen und wird deshalb völlig überarbeitet«, berichtet Guido Neugebauer. Neues Design, neue Inhalte – und da werde der ganze Bereich Freizeit, und Kultur eine große Rolle spielen. Auch der Weg für Genießer durch den ganzen Altkreis wird auf der Internetseite und in künftigen gedruckten Publikationen einen Abstecher zum Museum empfehlen. Neue Sitzgelegenheiten sollen übrigens auch aufgestellt werden. Im neuen Museumsführer der Pro-Wirtschaft GT erscheint Böckstiegel als einziges Haus mit einer Doppelseite.

Die Informationen in gedruckter oder virtueller Form sind jedenfalls stark nachgefragt. »Unseren Flyer-Ständer am Rathaus-Eingang muss ich dauernd nachfüllen. Leider wissen wir die Zielgruppe nicht, aber die Stapel werden immer schnell kleiner«, erzählt Sandra Wursthorn. Das Ergebnis ist unter anderem auf dem Wohnmobil-Stellplatz unterhalb der Peter-August-Böckstiegel-Gesamtschule zu sehen. Der ist im Sommer meist gut gefüllt. Und eine Gruppe von Touristen wollen die Wertheraner noch in den Blick nehmen: Golf spielende Holländer. Einer derer Lieblingsplätze liegt in Eggeberg – gleich vor der Haustür.

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