Randale und Schläge im Stadtpark: Anwohner beschwert sich im Rat Opfer fordert Stadt zum Handeln auf

Werther (WB). Die immer wieder auftretenden Randale im Stadtpark und der tätliche Angriff gegen einen Anwohner in der vergangenen Woche sind jetzt Thema in der Stadtratssitzung geworden, wenn auch nur kurz.

Von Stefan Küppers
Blick in den Stadtpark, der an lauen Frühlingsabenden oft von lärmenden Jugendlichen aufgesucht wird.
Blick in den Stadtpark, der an lauen Frühlingsabenden oft von lärmenden Jugendlichen aufgesucht wird. Foto: Stefan Küppers

Unter »Einwohnerfragestunde« stand Jörg Horstmannshoff auf und sprach Klartext. »Ich fühle mich mit meiner Familie in Werther nicht mehr sicher«, sagte der Anlieger des Stadtparks. Die Stadt müsse endlich handeln, seit Jahren gebe es das Problem, man müsse endlich Angebote für diese Jugendlichen schaffen. Vom Ordnungsamt der Stadt fühle er sich allein gelassen.

Anwohner bekommt blaues Auge und einen Zahn ausgeschlagen

Der 42-Jährige, Vater zweier Kinder, war am vergangenen Wochenende Opfer von Schlägen geworden, als er eine Gruppe von 10 bis 15 Jugendlichen und jungen Erwachsenen zur Rede stellte, die sich lärmend um 22.30 Uhr im Rondell des Stadtparkes aufhielten. Während der überwiegende Teil der Gruppe bereit gewesen sei, sich weg zu bewegen, seien zwei junge Männer aggressiv auf ihn und auch seine Frau zugegangen. Als diese unter üblen Beschimpfungen von einem der jungen Männer körperlich angegangen worden sei, sei er dazwischen gegangen, schilderte Horstmannshoff dem WB. Am Ende hatte er ein blaues Auge, eine aufgeplatzte Lippe und ein Stück Zahn war abgebrochen. Die Polizei konnte die Täter kurze Zeit später ermitteln.

Diesen Umstand hält Bürgermeisterin Marion Weike für bedeutsam. »Nur in der Anonymität kann man gefahrlos Blödsinn machen«, sagte sie. Dem Anlieger kündigte sie an, dass sich die Fachausschüsse bald mit dem Thema Lärmbelästigung und Randale befassen würden. Weike wies auch auf die Aufgabentrennung zwischen Polizei und Ordnungsamt hin. »Das Ordnungsamt macht keine Nachtschichten«, verdeutlichte sie. Birgit Ernst (CDU) bestätigte eine Verschärfung der Zustände am Stadtpark.

Außerhalb des Rates wurde die Frage diskutiert, ob nicht Stadtwächter, wie sie Halle beschäftige, das Problem eindämmen könnten.

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