Tieflader und Zugmaschine in Werther verkeilt – Kräne für Bergung eingesetzt Schwertransport verunglückt – Bergung läuft

Werther (WB/pes/kg). Auf der stark abschüssigen Osningstraße in Werther, der Kreisstraße 49 von Halle, ist am Mittwoch gegen 23.30 Uhr ein Schwertransport außer Kontrolle geraten. Die Bergung soll den kompletten Donnerstag andauern.

Auf der Osningstraße in Werther ist ein Schwertransport verunglückt – zwei Kräne sollen bei der Bergung eingesetzt werden.
Auf der Osningstraße in Werther ist ein Schwertransport verunglückt – zwei Kräne sollen bei der Bergung eingesetzt werden. Foto: Klaudia Genuit-Thiessen

Der Tieflader mit einem 180 Tonnen schweren Kesselteil hatte sich offensichtlich an der Zugmaschine vorbeigeschoben und war dann halb in einen Straßengraben gekippt. Der 24-jährige Fahrer blieb unverletzt.

Der Schwertransport mit zwei Tiefladern und zwei Kesselteilen war am Abend beim Steinhagener Großbehälter-Hersteller Gronemeyer und Banck an der Waldbadstraße aufgebrochen. Die riesige Fracht sollte am Mittellandkanal auf ein Schiff verladen werden. Von dort sollte die Kesselteile über die Elbe nach Dresden verschifft werden, wo er als Wärmespeicher eingesetzt werden soll.

Weil der Unfall den vorausfahrenden Transporter betraf, konnte auch der zweite Wagen – ebenfalls mit einem solchen Kesselteil mit einem Durchmesser von 4,30 Meter und einer Länge von knapp 30 Metern beladen – nicht weiterfahren. Die Straße über die »Werther Schanze« am Freizeitheim Haus Ascheloh wird deshalb wohl den ganzen Donnerstag gesperrt bleiben.

Seit dem Vormittag läuft die Bergung: Dabei trennen zwei Turmdrehkrane die miteinander verkeilten Tieflader und Zugmaschine vorsichtig. Sie haben das schwere Kesselteil bereits an die Seite geräumt.

Unfallursache war möglicherweise ein technischer Defekt. Die Bremsen des Tiefladers sollen nicht funktioniert haben. Man gehe davon aus, dass der 24-jährige Fahrer den Schwertransport in dieser Situation bewusst in den Graben gelenkt hat – um Schlimmeres zu verhindern.

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