Bauordnungsamt behandelt das Genehmigungsverfahren für Windrad in Häger Unterschriften an Kreis weitergeleitet

Halle (pes). Die Gegner des Hägeraner Windrades hatten sich eigentlich eine öffentliche Diskussion in einem Wertheraner Gremium erhofft. Die 220 Unterschriften gegen das Großprojekt am Holzweg müssen nun direkt an den Kreis Gütersloh geschickt werden.

In Werther dreht sich bereits ein Windrad, nämlich in Rotenhagen. Ein weiteres Exemplar ähnlicher Größe ist in Häger geplant.
In Werther dreht sich bereits ein Windrad, nämlich in Rotenhagen. Ein weiteres Exemplar ähnlicher Größe ist in Häger geplant. Foto: Klaus-Peter Schillig

Emmanouil Kokolakis, Hägeraner mit griechischen Wurzeln, hatte eigentlich die Bitte an Bürgermeisterin Marion Weike gerichtet, die Unterschriften quasi offiziell im Rahmen des Anregungs- und Beschwerdeausschusses überreichen zu können und dort auch das Thema zu behandeln.

Geht aber nicht, berichtete die Bürgermeisterin kürzlich in der Ratssitzung, weil es sich um Fragen handelt, die der Kreis Gütersloh abhandeln wird. Die dort angesiedelte Baugenehmigungsbehörde prüft gerade die vorliegenden Unterlagen vom Investor aus Oldenburg nach dem Immissionsschutzgesetz. »Wir reichen den ganzen Vorgang an den Kreis weiter«, informierte Marion Weike die Ratsmitglieder.

Derweil ist offensichtlich auch der Streit um das Windrad Suhrmann in Rotenhagen noch nicht beendet. Nachdem das Verwaltungsgericht Minden seine Klage gegen die Baugenehmigung abgewiesen hat, will Anlieger Stephan Ellersiek jetzt wohl doch in die nächste Instanz gehen. Derweil wird noch geprüft, ob das Oberverwaltungsgericht die Berufung zulässt.

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