Möbelmanufaktur Werther zeigt »Zipfel-Treffen« bei der Möbelmesse Ein Sofa als Raumteiler

Werther-Häger (WB). Kleiner wird immer größer: Die Möbelmanufaktur Werther profitiert von dem Trend zum Wohnen auf wenig(er) Fläche. Denn flexibel einsetzbare Sessel, Sofas und Stühle als bewusster Kontrapunkt zur üppigen Wohnlandschaft kommen im Markt gut an.

Von Margit Brand
Nicht ohne Grund heißt das neue Sofa, in dem Klaus Oberwelland und seine Tochter Lea Platz genommen haben, »Silence«. Mit seinen hohen Seitenwänden schirmt es Blicke und Geräusche ab. Gleichzeitig kann es als Raumteiler eingesetzt werden.
Nicht ohne Grund heißt das neue Sofa, in dem Klaus Oberwelland und seine Tochter Lea Platz genommen haben, »Silence«. Mit seinen hohen Seitenwänden schirmt es Blicke und Geräusche ab. Gleichzeitig kann es als Raumteiler eingesetzt werden. Foto: Margit Brand

Das Wort »Nische« gewinnt hier eine neue Bedeutung. »Wir setzen auch weiterhin auf raumgerechte Lösungen«, sagt Doris Oberwelland und berichtet von einem wirtschaftlich sehr positiven Jahr des Hägeraner Familienunternehmens. Bei der Internationalen Möbelmesse in Köln, die am nächsten Montag startet, präsentiert Oberwelland eine Produktpalette, die daraufhin weiterentwickelt worden ist.

Alles auf kleinster Fläche

Wie viele oder aber welche Möbel passen auf 14 Quadratmeter oder 24? Der Stand in Halle 11.2 wird entsprechende Markierungen auf dem Boden tragen. Gezeigt werden auch hochwertige Einrichtungsmöglichkeiten, wenn ein so genanntes Mikro-Appartement von Küche bis Bad alles auf kleinster Fläche beherbergen muss. Gerade in Großstädten bei Wochenpendlern sind diese Miniwohnungen eine beliebte Alternative zu Daueraufenthalten in einem Hotel.

Das neue Sofa »Silence« will da auf den ersten Blick nicht so recht in dieses Konzept passen. Mit seinen hoch gezogenen drei Seiten würde man dieses Möbelstück zunächst eher in einer Hotel-Lobby verorten – und für den Objektbau (»Als Manufaktur können wir Sonderwünsche einfach bedienen«) ist es durchaus auch gedacht. In kleinen Wohneinheiten aber spielt es seine Besonderheiten anders aus. Denn es schirmt nicht nur optisch, sondern durch seine besondere Statik und Polsterabsteppung auch akustisch ab – ein gemütlicher Raumteiler, an dessen Rückwand bequem ein Sideboard Platz findet. Beim Design hat das Oberwelland-Team sein Know-how mit eingebracht.

Pfiffiger Sitz: Erneutes »Zipfel-Treffen«

Vor einem Jahr hatte der ungewöhnliche »Zipfel«-Hocker in Köln seinen ersten großen Auftritt. Seitdem ist der pfiffige Sitz so gefragt (das WB berichtete), dass es kommende Woche erneut zu einem »Zipfel-Treffen« in Köln kommt. Nicht nur neue Designs der Bezugsstoffe sind im Programm, sondern auch Outdoor-Varianten und – als Weiterentwicklung – ein leichter, mobiler Zipfel-Sessel, dessen Sitzbezug auswechselbar ist.

An der Spitze des Familienunternehmens ist der Generationenwechsel eingeleitet. Nach Sohn Tim ist inzwischen auch Tochter Lea mit in den elterlichen Betrieb von Doris und Klaus Oberwelland eingetreten. Alle vier hoffen, auch für die Belegschaft Nachwuchs zu finden – wohlwissend, dass gut ausgebildete Fachkräfte das Rückgrat eines Unternehmens bilden, das auf »made in Germany« setzt. Gesucht werden Lehrlinge in der Verwaltung genauso wie in der hauseigenen Polsterei. »Wenn die Qualität der Produkte stimmt, wird sich eine Produktion in Deutschland auch weiterhin lohnen«, ist Doris Oberwelland überzeugt.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.