Bei der ökumenischen Aktion mit 56 Kindern werden mehr als 8000 Euro für guten Zweck gesammelt Sternsinger-Segen für 330 Haushalte

Werther (el). Kreide gehört noch immer zur Ausstattung dazu. Auch wenn die Sternsinger ihren Segen schon längst mit fertigen Aufklebern an den Haustüren anbringen, ist für das typische »C+M+B« manchmal noch immer die alte Methode gefragt. Am Samstag sind in Werther 56 Kinder und Jugendliche zwischen vier und 18 Jahren ausgezogen, um insgesamt 330 Haushalte mit ihrem Segen zu bedenken.

Jedes Jahr beliebter: Der Segen der Sternsinger war in Werther in 330 Haushalten gefragt, ganz gleich ob evangelisch, muslimisch, katholisch oder konfessionslos.
Jedes Jahr beliebter: Der Segen der Sternsinger war in Werther in 330 Haushalten gefragt, ganz gleich ob evangelisch, muslimisch, katholisch oder konfessionslos. Foto: Eische Loose

Bunt verkleidet als drei Weise mit je einem Sternträger waren sie in 14 Gruppen aufgeteilt. In Werther, Häger und Langenheide klopften sie mit Liedern und Sprüchen bei denjenigen an, die sich zuvor in den kirchlichen Gemeinden angemeldet hatten. »Wir kommen allerdings zu allen, die es wollen, ganz unabhängig von der Konfession. Und auch bei unseren Sternsingern können alle mitmachen«, sagt Lydia Kortenbusch vom Organisationsteam. Und Jürgen Schnack ergänzt mit dem Hinweis, dass in diesem Jahr mit einem syrischen Flüchtlingskind sogar der Islam vertreten ist.

Pfarrerin Silke Beier weiß, wo das Geld genau hinfließen wird.

Die Aktion ist nämlich ein stetig wachsender Erfolg, seit sie im Jahr 1959 als bundesweite Spendensammlung von Kindern für Kinder gegründet wurde. Auch in Werther melden sich immer mehr Haushalte mehr. »Es wirkt sich positiv aus, dass wir seit vier Jahren nicht mehr sonntags sondern samstags unterwegs sind«, findet Lydia Kortenbusch.

Wichtig ist sicherlich auch, dass Werther nicht an dem bundesweit vorgeschlagenen Spendenziel beteiligt ist. Das wendet sich in diesem Jahr an die Bekämpfung von Kinderarbeit, vor allem in Indien. Ein gutes, doch abstraktes Ziel. Die Wertheraner setzen daher auf die persönliche Verbindung von Pastorin Silke Beier zu einem Kinderkrankenhaus in Ndolage, Tansania. »Wir waren selbst schon dort«, sagt Lydia Kortenbsuch und bekräftigt: »Es ist toll, mit eigenen Augen zu sehen, wohin unsere Spenden fließen.« Für 30 Euro kann dort ein Kind behandelt werden. Da ist es leicht zu errechnen, wie viel Gutes die in diesem Jahr gesammelten 8226 Euro leisten werden. Belohnung für die Kinder war der Spaß an der Sache und das Spaghetti-Essen im Anschluss an die fünfstündige Aktion.

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