Wenigstens etwas mehr: Werthers Feuerwehrleute bekommen Plus genehmigt Fünf Euro pro Einsatz

Werther (WB). »Für ‘nen Appel und ’n Ei«, so würde der Westfale sagen, ziehen die Wertheraner Feuerwehrleute in den Einsatz. Ob Gebäudebrand, schwerer Verkehrsunfall oder hilflose Katze im Baum – die pauschale Einsatzentschädigung ist immer gleich. Die Stadt Werther hat den Betrag jetzt glatt verdoppelt.

Von Klaus-Peter Schillig
Wenn die Wertheraner Feuerwehrleute (hier bei einer Übung) in den Einsatz müssen, bekommen sie, erstmals nach 38 Jahren, abn 2018 eine höhere Entschädigung. Auch die Führungsebene bekommt mehr Geld.
Wenn die Wertheraner Feuerwehrleute (hier bei einer Übung) in den Einsatz müssen, bekommen sie, erstmals nach 38 Jahren, abn 2018 eine höhere Entschädigung. Auch die Führungsebene bekommt mehr Geld. Foto: Sara Mattana/Archiv

Die rund 100 ehrenamtlichen Helfer in den drei Löschzügen Werther, Häger und Langenheide haben bisher nicht gemurrt, dass sie seit 38 Jahren immer den gleichen Betrag bekommen: Erst waren es fünf Mark, zuletzt 2,50 Euro. Von 2018 an fließen pro Person und Einsatz fünf Euro, was die Stadt dann insgesamt 10.000 Euro kosten wird. Auch hier genau doppelt so viel wie vorher.

Keine Diskussion

Im Haupt- und Finanzausschuss wie auch im Stadtrat wurde über die Erhöhung gar nicht erst diskutiert. Sie ging ebenso einstimmig über die Bühne wie die Anhebung der Aufwandsentschädigungen für die Führungskräfte der Feuerwehr. Fachbereichsleiter Jürgen Pilgrim und Bürgermeisterin Marion Weike begründen die Anhebung in ihrer Vorlage unter anderem damit, »die Attraktivität des Ehrenamtes im Interesse eines effektiven Brandschutzes zu erhalten«.

Das Aufgabenprofil der Feuerwehr erweitere sich ständig und erfordere ein hohes Maß an Ausbildung. Ein besonders hohes Maß an Einsatzwillen werde dabei den Funktionsträgern der Führungsebene und den Gerätewarten abverlangt.

Noch aus D-Mark-Zeiten

Die aktuellen Aufwandsentschädigungen stammen zum Teil aus Zeiten der D-Mark, wurden 2001 vom Rat beschlossen und sind bei Einführung des Euro in entsprechend krumme Beträge umgerechnet worden. Deshalb wird jetzt nicht nur erhöht, sondern auch gerundet. Der Wehrführer Jochen Heidemann erhält deshalb künftig statt 4908,40 Euro glatte 5400 Euro, der Löschzugführer Werther bekommt 2160 Euro, seine Kollegen bei den kleineren Löschzügen Langenheide und Häger jeweils 1200.

In den Genuss einer höheren Entschädigung kommen außerdem der stellvertretende Wehrführer, der Jugendwart, die Gerätewarte und die Atemschutz-Gerätewarte sowie erstmals der stellvertretende Jugendwart sowie die stellvertretenden Löschzugführer. Für die Stadt bedeutet das ab 2018 jährliche Kosten von 23400 Euro, 6900 Euro mehr als bisher.

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