Baudenkmäler sind schön, aber aufwändig – In Werther gibt’s Hilfe für die Eigentümer Pflegefälle mit vier Wänden

Werther (WB/jog). Alte Häuser sind Schätze für jede Innenstadt. Doch so zauberhaft historische Gebäude oftmals aussehen, so teuer sind die Baudenkmäler im Unterhalt. Die Stadt Werther will Eigentümer damit nicht allein lassen.

Werner Schröder und Jutta Sorey sehen das Storck-Haus im Hintergrund als gelungenes Beispiel für zeitgemäße Erhaltung historischer Bausubstanz an und laden interessierte Hausbesitzer zu einem Informationsabend ein.
Werner Schröder und Jutta Sorey sehen das Storck-Haus im Hintergrund als gelungenes Beispiel für zeitgemäße Erhaltung historischer Bausubstanz an und laden interessierte Hausbesitzer zu einem Informationsabend ein. Foto: Johannes Gerhards

In Werther gibt es derzeit 36 Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen und das Ortsbild mitprägen. »Deren Eigentümer leisten einen nicht unerheblichen Dienst für die Allgemeinheit, weil sie dazu beitragen, charakteristische Bauwerke zu erhalten«, sagt der Umweltbeauftragte der Stadt Werther, Werner Schröder.

Energetische Maßnahmen auch für denkmalgeschützte Bausubstanz

Auch bei denkmalwerter und denkmalgeschützter Bausubstanz seien energetische Maßnahmen wichtig und zu begrüßen. Allerdings sind bei älteren Häusern spezielle Arbeitstechniken erforderlich, bei denen sich viele Handwerksbetriebe nicht mehr so gut auskennen. An die betroffenen Hausbesitzer, die ihre Gebäude in der Regel gut »in Schuss halten«, richtet sich eine Informationsveranstaltung am 30. November ab 19 Uhr im Lesesaal der Bürgerbegegnungsstätte Haus Werther.

Energie- und Bauberaterin Jutta Sorey wird mit einem Impulsvortrag in die Thematik einführen. Anschließend steht sie für persönliche Gespräche über individuelle Lösungen zur Verfügung. Die Diplomingenieurin, auch als Stadtführerin bekannt, hat Denkmalpflege studiert und ihre Diplomarbeit über Lehmbauweise geschrieben.

Infoveranstaltung über fachgerechte Sanierung

»Gerade bei älteren Gebäuden haben wir es oft mit Schimmelbefall, feuchten Wänden, undichten Fenstern oder defekten Dächern zu tun«, sagt die Expertin. Vielfach habe auch die Kombination von nicht zueinander passenden Werk- und Dämmstoffen unerwünschte Nebenwirkungen. Auch bei Verdacht auf Schadstoffe in Innenräumen bestehe womöglich dringender Handlungsbedarf.

Jutta Sorey informiert über fachgerechte energetische Sanierung und geeignete Umbaumöglichkeiten, etwa beim altersgerechten Ausbau. Darüber hinaus gibt sie Tipps zu Zuschüssen aus der Denkmalpflege und sonstige Fördermöglichkeiten. Auch Besitzer oder Bewohner von Häusern, die vor 70 und mehr Jahren errichtet wurden, sind bei der Veranstaltung willkommen, auch um mögliche Fehler bei Renovierungsarbeiten zu vermeiden.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Weitere Informationen erteilt die Umweltmanagerin der Stadt , Annika Nagai unter 05203/705-72

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