Westnetz lässt alle Gasgeräte in Werther und Borgholzhausen überprüfen Diese Monteure kosten nichts

Werther/Borgholzhausen (WB). Die Umstellung auf eine andere Gassorte bringt seit Montag Leben in die 3179 Haushalte in Werther und Borgholzhausen mit Gasanschluss. Denn alle Geräte müssen bis März 2019 um- oder neu eingestellt werden.

Westnetz hat Montag seinen Stützpunkt an der Engerstraße bezogen. Mit dabei sind Bürgermeister-Vertreter Ralf Vieweg (Stadt Borgholzhausen), Werthers Bürgermeisterin Marion Weike, Teilprojektleiter Eckhard Stumpe (Westnetz) sowie die Techniker Andreas Schulze-Bockolt (Netzmeister), Gökhan Yesilyurt, René Krause, Tobias Wolf, Bauleiter Kevin Hradil und Fynn Hötting.
Westnetz hat Montag seinen Stützpunkt an der Engerstraße bezogen. Mit dabei sind Bürgermeister-Vertreter Ralf Vieweg (Stadt Borgholzhausen), Werthers Bürgermeisterin Marion Weike, Teilprojektleiter Eckhard Stumpe (Westnetz) sowie die Techniker Andreas Schulze-Bockolt (Netzmeister), Gökhan Yesilyurt, René Krause, Tobias Wolf, Bauleiter Kevin Hradil und Fynn Hötting. Foto: Klaus-Peter Schillig

Ob Heizung, Gasherd, Deckenstrahler, kleine BHKWs oder Gebläsebrenner – mit dem sogenannten H-Gas mit höherem Brennwert kämen die Gasgeräte in ihrer jetzigen Ausstattung nicht klar. Netzbetreiber Westnetz hat deshalb ein Fachunternehmen beauftragt, die »Gatter 3 Technik GmbH«, die in den kommenden Wochen mit zunächst vier Monteuren in die Haushalte ausschwärmen wird.

Meist gibt es neue Düsen

Die Fachleute müssen prüfen, ob an der Heizung eine Düse ausgetauscht werden muss oder ob ein Eingriff in die Software reicht. Zunächst in Werther, in etwa zwei Monaten auch in Borgholzhausen, wird der Bestand geprüft und eine Liste mit Ersatzteilen zusammengestellt, die dann in einem zweiten Arbeitsgang von Januar bis April 2019 eingebaut werden. »Es gibt etwa 20.000 verschiedene Gasgeräte«, macht Teilprojektleiter Eckhard Stumpe von Westnetz die Schwierigkeiten der Beschaffung deutlich, denn viele Geräte stammen auch aus ausländischer Produktion.

»Wichtig ist, dass wir bei allen Gaskunden die Türen geöffnet bekommen«, sagt Eckhard Stumpe. Die Kunden werden deshalb per Brief angeschrieben und bekommen einen Terminvorschlag genannt. Wer zu dem Zeitpunkt verhindert ist, kann das neu eingerichtete Büro in Werther direkt aufsuchen (mittwochs von 13 bis 18 Uhr und donnerstags von 8 bis 12 Uhr) oder sich über die extra geschaltete Hotline 0800/66469070 einen neuen Termin geben lassen.

Mitarbeiter weisen sich aus

Diese Nummer kann auch anrufen, wer Zweifel hat, ob wirklich ein Gatter-3-Monteur vor der Tür steht. Die Fachleute tragen aber auch einen Lichtbildausweis bei sich und wissen zudem den Code, der in jedem Schreiben genannt ist. Und sie bringen, so Stumpe, nur in ganz seltenen Fällen, bei sehr alten Geräten, die Hiobsbotschaft, dass wohl eine Neuanschaffung nötig werden könnte.

Ansonsten ist die ganze Umstellung für die Gaskunden kostenlos – die Ersatzteile ebenso wie auch die Montage, Prüfungen und eventuelle Nachbesserungen. Auch die durchgehende Belieferung mit Erdgas ist sichergestellt.

H-Gas hat höheren Brennwert

L-Gas (»low calorific gas« mit niedrigem Brennwert) stammt aus in Deutschland und den Niederlanden. Der kontinuierliche Rückgang der L-Gas-Vorkommen macht den Wechsel auf H-Gas (»high calorific gas« mit höherem Brennwert) notwendig. Das stammt aus Norwegen, Russland und Großbritannien versorgt und wird schon seit Jahrzehnten in viele deutsche Netze eingespeist. Weitere Informationen gibt es im neuen Westnetz-Büro, Engerstraße 34, in Werther, über die Hotline 0800/66469070 oder im Internet .

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