Mehrheit in Werther beschließt Pläne gegen Widerstand von UWG und FDP Förderantrag für neuen Busbahnhof

Werther (pes). Auch der gemeinsame Vorstoß von UWG und FDP hat die Planungen für den Umbau des Wertheraner Busbahnhofes nicht mehr aufgehalten. Im Haupt- und Finanzausschuss sind am Dienstagabend die Entscheidungen gefallen, um die Förderanträge stellen zu können.

Den Beschluss zum Ausbau des Busbahnhofes und die Beantragung der Fördergelder bis 2018 zurückzustellen – so lautet der abgelehnte Antrag von UWG und FDP. Jan-Holm Sussieck, der Fraktionsvorsitzende der Liberalen, begründete dieses Ansinnen damit, man möge doch noch einmal das Rad zurückzudrehen, um wirklich die beste Lösung zu finden. Wie anschließend auch Uwe Gehring (UWG) begründete er das unter anderem mit der zusätzlichen Gefahrenlage an der Alten Bielefelder Straße. Da gebe es noch Optimierungsbedarf. »So wie es jetzt vorliegt, wäre das nur die zweitbeste Lösung«, sagte Holm.

Nicht mehr herauszuholen

Alle übrigen Fraktionen sehen das allerdings ganz anders. »Ich habe nicht das Gefühl, dass wir noch mehr herausholen könnten«, sprach sich Udo Lange (SPD) ebenso für die vorliegenden Pläne aus wie Thorsten Schmolke (Grüne), der auch Vorsitzender im zuständigen Fachausschuss ist. Man habe wohl nur selten einen so umfassenden und transparenten Prozess mit Bürgerbeteiligung gehabt wie in diesem Fall. »Mehr hätte man vielleicht erreichen können, wenn man ganz am Anfang einen Architekten-Wettbewerb gehabt hätte«, meinte Schmolke. Wenn man jetzt noch mal das Rad zurückdrehen würde, würde es nicht besser. Und auch Birgit Ernst (CDU) sah den Prozess so weit fortgeschritten, dass man über die Vorlage und Varianten abstimmen könne.

Dach kostet 590 000 Euro

Wie während der gemeinsamen Sitzung der Fachausschüsse für Planen und für Stadtentwicklung beschlossen, lagen diesmal auch Kostenschätzungen für die verschiedenen Ausführungen der Überdachungen entlang der Busaufstellplätze vor. Die günstigste Lösung ohne Lichtband würde 537 000 Euro kosten, aus optischen und qualitativen Gründen entschied sich die Mehrheit im Haupt- und Finanzausschuss aber für die Lösung mit Lichtband aus Echtglas. Das kostet etwa 52 000 Euro mehr. Den Großteil der Investitionen bekommt Werther ohnehin aus Landesmitteln, mit denen der barrierefreie Umbau von Einrichtungen des Öffentlichen Personennahverkehr gefördert wird.

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