Neues Förderprogramm: Stadt Werther zahlt Zuschüsse für Solaranlagen Wärme und Strom vom Dach

Werther (WB). Wer auf seinem Hausdach eine Solaranlage installieren möchte, darf unter Umständen mit einem satten Zuschuss der Stadt Werther rechnen. Es ist ein Förderprogramm aufgelegt worden, das den Einbau von Solarthermie und Photovoltaik mit bis zu 500 Euro unterstützt.

Von Margit Brand
Klimaschutzmanagerin Annika Nagai (links), Energieberater Oliver Vredenburg und Bürgermeisterin Marion Weike hoffen, dass viele Hausbesitzer das Förderprogramm in Anspruch nehmen. Es soll Klimaschutz und lokale Wirtschaft zugleich fördern.
Klimaschutzmanagerin Annika Nagai (links), Energieberater Oliver Vredenburg und Bürgermeisterin Marion Weike hoffen, dass viele Hausbesitzer das Förderprogramm in Anspruch nehmen. Es soll Klimaschutz und lokale Wirtschaft zugleich fördern. Foto: Margit Brand

Insgesamt 6000 Euro stehen dafür zur Verfügung. Dieses Geld kommt zur Hälfte aus dem Topf für Klimaschutz, weil mit Hilfe der Solaranlagen der CO2-Ausstoß reduziert werden soll. Der Rest stammt aus den Mitteln der Wirtschaftsförderung, denn auch Handwerksbetriebe profitieren natürlich von entsprechenden Aufträgen.

Bis zu 500 Euro

Gefördert werden neue Anlagen (keine Erweiterungen) auf Ein- oder Mehrfamilienhäusern, die älter als 1978 sind. Wer mit Hilfe von Solarthermie sein Brauchwasser erwärmen will, bekommt 300 Euro Zuschuss; wer zusätzlich auch die Heizung einbindet, noch einmal 50 Euro mehr. Für Photovoltaik-Anlagen zur Stromgewinnung werden 500 Euro gezahlt. Voraussetzung ist, dass die Gesamtinvestition über 1200 Euro liegt und noch nicht mit den Arbeiten begonnen wurde.

Und an eine weitere Bedingung ist die Finanzspritze geknüpft: Eine (kostenlose) Energieberatung ist voran geschaltet. Die übernimmt Oliver Vredenburg, der gemeinsam mit den Hausbesitzern überlegt, ob und welche Maßnahmen in diesem Zusammenhang womöglich zusätzlich Sinn machen. »Manchmal lässt sich schon mit geringem finanziellen Aufwand große Wirkung erzielen«, weiß der Energieberater aus Erfahrung.

Süden ist nicht alles

Wer sich zunächst einmal grob orientieren möchte, ob sein Gebäude überhaupt dafür geeignet ist, Solarwärme oder -strom zu produzieren, kann das Solar-Kataster des Kreises Gütersloh nutzen (www.solarkataster-kreis-gt.de). Lage, Ausrichtung und Dachneigung werden in dem Online-Portal analysiert. Manchmal lohne jedoch eine genauere Betrachtung, denn auch das Nutzungsverhaltung spielt eine große Rolle für die Wirtschaftlichkeit.

»Natürlich bringt eine Süd-Ausrichtung den besten Ertrag. Doch ein Dach nach Westen kann die Sonne am Abend gut ausnutzen, und dann wird mehr Strom selbst verbraucht«, nennt Vredenburg ein Beispiel. Hintergrund: Wer den selbst produzierten Strom direkt nutzt, spart mit jeder Kilowattstunde 25 bis 30 Cent. Für eine Kilowattstunde, die nicht verbraucht, sondern ins öffentliche Netz eingespeist wird, gibt es derzeit nur zehn bis zwölf Cent.

Tipps vom Profi

Der Energieberater hilft auch, weitere Fördertöpfe zu nutzen; nicht nur die Stadt zahlt schließlich Zuschüsse für klimafreundliche Projekte. »Für eine Solarthermie-Anlage mit fünf Quadratmeter Kollektorfläche können die Gesamtkosten von rund 5000 Euro so um bis zu 23 Prozent gedrückt werden«, stellt Vredenburg in Aussicht.

Wer am Förderprogramm der Stadt oder grundsätzlich an einer kostenlosen Energieberatung interessiert ist, kann sich im Rathaus mit Klimaschutzmanagerin Annika Nagai in Verbindung setzen. Sie ist zu erreichen unter Tel. 05203/ 705-82.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.