In der »Wunderwelt« mit dem Bonbonfänger durch Werthers Straßen Fanfare öffnet Türen

Werther (WB). Ganz so viel Novembergrau wäre ja gar nicht notwendig gewesen. Aber so hatte die »Wundwelt der Farben, Lichter und Düfte« jedenfalls genügend Gelegenheit, Kontrapunkte zu setzen. Es gibt schließlich genügend Dinge, worauf man sich in der nassen und kalten Jahreszeit freuen kann.

Von Sara M attana

Das entspannte Stöbern zwischen Luftballons und bunter Beleuchtung lief am Sonntag jedoch schleppend an. So sorgte der graue Herbsthimmel dafür, dass die Flohmarkt-Händler ihre Stände gar nicht erst aufbauten. »Die Wetterprognose war einfach zu schlecht«, sagt Organisator Reiner Stodieck von der Werbegemeinschaft. Denn während vor Rossmann die Parkplätze rar wurden, bliebt die Innenstadt beim verkaufsoffenen Sonntag zunächst einmal leer.

Stockbrot am Lagerfeuer

Die beiden Schwestern Simone Scheibel und Dagmar Jarosch ließen sich vom vorhergesagten Regen jedoch nicht abschrecken: Gemeinsam mit Mutter Elisabeth Scheibel nutzten sie die Gelegenheit, um zwischen den Angeboten zu stöbern und sich nach Winterjacken umzuschauen. Die Mitglieder der Landjugend wärmten sich währenddessen lieber am Feuer. Ihr Stockbrot konnten sie dort jedoch erst am späten Nachmittag verkaufen.

Denn mit dem Einbruch der Dunkelheit füllte sich die Straße rund um die »Runde Ecke« mit zahlreichen Kindern, die mit Tüten und farbenfrohen Laternen ausgestattet durch Werther zogen. Dabei galt ihr Interesse jedoch weniger den Verkaufsständen und Geschäften: Eifrig und mit leuchtenden Augen machten sie sich daran, die Süßigkeiten beim Bonbonwerfer-Umzug aufzufangen, bevor sie die Gelegenheit für eine abendliche Fahrt im Kinderkarussell nutzten.

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