AWO einigt sich mit Stadt Werther und Eltern über Konzept und Sparmaßnahmen Zukunft der Waldkita ist gesichert

Werther (WB). Der Fortbestand des Waldkindergartens in Werther ist gesichert. Nach Gesprächen mit den Eltern und Bürgermeisterin Marion Weike hat die AWO die zunächst angekündigte Schließung wieder zurückgezogen.

Von Klaus-Peter Schillig
Die Zukunft des Waldkindergartens »Waldkauz« in Werther – hier die Schutzhütte – ist gesichert. Die Die AWO hat sich mit Eltern und Stadt auf ein Konzept geeinigt.
Die Zukunft des Waldkindergartens »Waldkauz« in Werther – hier die Schutzhütte – ist gesichert. Die Die AWO hat sich mit Eltern und Stadt auf ein Konzept geeinigt. Foto: Klaus-Peter Schillig

Sie sind täglich an der frischen Luft, spielen auch bei Wind und Wetter im Wald, lernen Pflanzen und Tiere kennen, malen Bäume, angeln mit Zweigen oder backen Lehmbrötchen. In jüngster Zeit aber wurde die Zahl der Eltern, die ihre Kinder in den »Waldkauz« auf dem Gelände des Waldheimes Werther am Teutoburger-Wald-Weg betreuen lassen wollten, immer kleiner. Weniger Kinder bei gleichbleibenden Kosten – das brachte den Betrieb in die »Miesen«. Bei einer eingruppigen Einrichtung gebe es personell auch kaum Spielräume, erläuterte Heike Brünnich, Abteilungsleiterin beim AWO-Bezirksverband die finanziell schwierige Situation.

Ab 2018 wieder 20 Kinder

Nur 13 Kinder waren für das aktuelle Kindergartenjahr angemeldet, für mindestens 20 Kinder ist der »Waldkauz«, wie die AWO ihre Einrichtung nennt, aber ausgelegt. Und dafür ist auch die Zahl der Betreuer berechnet. »Vor allem, wenn die Gruppe in den Wald geht, muss ausreichend Personal vorhanden sein«, sagt die für die Kitas zuständige Abteilungsleiterin. Ein bisschen hat sich die Lage entspannt, denn inzwischen werden immerhin 16 statt 13 Kinder betreut. Und für August 2018 sind sogar wieder 20 angemeldet.

Bei einer zweiten Versammlung für die aktuellen und die künftigen Eltern – eine hatte es bereits im Mai gegeben – waren nach Auskunft von Heike Brünnich Details besprochen worden. Zum einen müsse dafür gesorgt werden, dass immer 20 Kinder angemeldet werden, zum anderen müssten die Kosten reduziert werden. Das soll erreicht werden, indem die Wochenstundenzahl auf 35 beschränkt wird. Offen ist noch, ob eventuell morgens später angefangen oder abends eher Schluss gemacht wird oder vielleicht freitags mittags schon Wochenende ist.

Schließzeiten werden abgesprochen

Kita-Leiterin Cornelia Schmidt wird dazu auch noch die Eltern ansprechen, die wegen Urlaubs an der Versammlung nicht teilnehmen konnten. Außerdem soll es pro Jahr künftig eine Schließzeit von drei Wochen geben statt der bisher durchgängigen Öffnungszeit. Auch hier soll noch abgesprochen werden, ob drei Wochen am Stück im Sommer oder zwei Wochen im Sommer und eine um Weihnachten und Neujahr. »In größeren Einrichtungen ist es kein Problem, wenn in Ferienzeiten mal ausgedünnte Gruppen zusammengelegt werden«, sagt die AWO-Expertin. Beim eingruppigen Waldkindergarten sei das nicht möglich.

Heike Brünnich will aber auch die Öffentlichkeitsarbeit verstärken. »Wir werden in Kürze einen neuen Flyer auflegen und auch die Internetseite überarbeiten«, kündigte sie an. Im zuständigen Ausschuss war von allen Fraktionen und auch der Bürgermeisterin betont worden, dass man nicht gewillt sei, die AWO aus ihrer langfristigen Vereinbarung zu entlassen.

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