Landesverband der Unternehmerinnen trifft sich zum Sommerfest in Werther Netzwerken mit Hut

Werther (WB/el). Netzwerke zu bilden, Ideen auszutauschen, sich gemeinsam fortzubilden und sich so einiges von einander abzuschauen gehört zu den Vorzügen des Verbandes der Unternehmerinnen (VdU). Zu den diversen Veranstaltungen, die der Verband dazu ausrichtet, gehört auch ein Sommerfest. Dabei haben sich die Unternehmerinnen in Werther in der »Sommersprosse« getroffen.

So schön kann Netzwerken sein (von links): Angelika Thaler-Jung hat in diesem Jahr das Sommerfest des Landesverbandes Westfalen des Verbandes der Unternehmerinnen nach Werther verlegt. Organisatorin Gerlind Rehkopf und Gastgeberin Alexa Krebs haben die Gartenparty genutzt, um neue Kontakte zu schließen und alte aufzufrischen.
So schön kann Netzwerken sein (von links): Angelika Thaler-Jung hat in diesem Jahr das Sommerfest des Landesverbandes Westfalen des Verbandes der Unternehmerinnen nach Werther verlegt. Organisatorin Gerlind Rehkopf und Gastgeberin Alexa Krebs haben die Gartenparty genutzt, um neue Kontakte zu schließen und alte aufzufrischen. Foto: Eische Loose

Richtig schick gemacht haben sich die Unternehmerinnen, die sich am Freitag an der Bergstraße zum Sommerfest trafen. Sie lernen dabei direkt ein Unternehmen kennen, das für einige unter ihnen noch neu war. Denn inmitten ihres weitläufig als Parklandschaft angelegten Gartens betreibt Alexa Krebs seit sechs Jahren ihr Geschäft »Sommersprosse«. Im Angebot ist alles, was den Garten noch schöner machen kann. Die dekorativen Objekte für die Beete können die Kunden natürlich vor Ort direkt zwischen den Pflanzen und an den diversen Pavillons entdecken und auf sich wirken lassen.

Knapp 40 Unternehmerinnen vom Landesverband Westfalen gekommen

Daher ließen auch die knapp 40 Unternehmerinnen aus dem gesamten Landesverband Westfalen - dieser reicht von Osnabrück bis ins Sauerland - die Blicke erfreut schweifen. Schnell entwickelten sich Gespräche; und das ist auch der Sinn des VdU, wie die Landesverbandsvorsitzender Angelika Thaler-Jung herausstellte.

Als der Verband im Jahr 1954 gegründet wurde, standen viele Frauen urplötzlich vor ungewohnten Aufgaben. Viele waren nach dem Krieg gezwungen in Familienbetrieben oder als nun alleinige Familienversorgerinnen im Geschäftsleben erfolgreich zu sein. Hilfe in Kennnissen von Wirtschaft und Marketing und die Herstellung von entsprechenden Kontakten waren dringend erforderlich. »Heute ist das anders, weil Frauen schon gezielte Ausbildungen mitbringen und gewollt Berufe im Geschäftsleben anstreben«, sagte Angelika Thaler-Jung, die sich selbst in Enger um Ausrüstung für den Arbeitsschutz kümmert.

»Die Mitgliedschaft hat deutlich meinen Horizont erweitert«

In Sachen Vernetzung ist der VdU noch immer wichtiger Anlaufpunkt. Das stellte auch die Gastgeberin Alexa Krebs heraus. Ein Jahr nach der Eröffnung ihres Geschäfts trat sie dem Verband bei. Für die Mitgliedschaft sind mindestens 250.000 Euro Umsatz im Jahr oder die Beschäftigung von drei Mitarbeitern notwendig. »Allerdings kannte ich den VdU schon über meine Mutter, die Headhunterin war«, sagte die Wertheranerin. So stellte sie schnell fest, dass sie über den VdU neue Frauen, Geschäftskonzepte und sogar ganze Lebensentwürfe kennenlernen kann. »Die Mitgliedschaft hat deutlich meinen Horizont erweitert«, betonte Alexa Krebs auch im Hinblick auf die diversen Fortbildungen und Seminare, die der VdU anbietet. Immerhin 26 solcher Veranstaltungen gibt es pro Jahr.

Zum Sommerfest in Werther war ein prominenter Gast geladen. Der VdU hatte die ehemalige NRW-Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, Christina Kampmann, eingeladen, damit sie über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sprach. Am Ende mussten die Unternehmerinnen aber ohne ihren Gast auskommen, so dass sich diese einfach selbst über ihre Erfahrungen in diesem Bereich austauschten.

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