Ausstellung zeigt die Vielfalt der Ideen Ganz Suttorf macht in Kunst

Werther/Suttorf (WB). Was auf den ersten Blick nach bunten Acrylgemälden aussieht, entpuppt sich beim genauen Hinschauen als kunstvolle Kombination aus Stoffen, die aus dem Bilderrahmen herausragen. Die Vielfalt der Werke nimmt am Wochenende das gesamte Kunst-Dorf Suttorf ein.

Von Sara Mattana
Künstlerin Irmgard Wiesbrock (links) zeigt Besucherin Martina Bechtle ihre vielseitigen Werke. Vor allem das Thema Recycling ist ihr wichtig und so entstehen aus alten Bürsten, Teetassen oder Glasscherben außergewöhnliche Kreationen.
Künstlerin Irmgard Wiesbrock (links) zeigt Besucherin Martina Bechtle ihre vielseitigen Werke. Vor allem das Thema Recycling ist ihr wichtig und so entstehen aus alten Bürsten, Teetassen oder Glasscherben außergewöhnliche Kreationen. Foto: Sara Mattana

Zwischen den idyllischen Höfen und Feldern gibt es keine Ecke, hinter der nicht eine farbenfrohe Skulptur oder ein abenteuerliches Draht-Gebilde hervorlugt. Selbst im Inneren der Pferdeställe lässt sich während der großen Ausstellung der ein oder andere potenzielle Wohnzimmerschmuck entdecken: »Meine Werke entstehen aus Textil und die einzelnen Stoffe werden aneinander genäht. Geklebt wird bei mir gar nichts«, sagt die Künstlerin Ulla Steffen, die einige ihrer Stoffe selbst einfärbt. Begleitet vom leisen Schnauben der Pferde nutzt sie ebenso wie ihre etwa 70 Kollegen die Gelegenheit, um Fragen zu beantworten und den Gästen Einblicke in ihren Alltag zu ermöglichen.

Während im Rahmen von »Ein Dorf wird Kunst« vor allem die fertigen Werke im Vordergrund stehen, lässt sich Roland Tigges direkt bei der Arbeit über die Schulter schauen. Inmitten seiner detailgetreu verzierten Feuertonnen lässt der Künstler die Funken sprühen und zeigt den Besuchern wie seine leuchtenden Kunstwerke entstehen.

Dass Metall aber nicht nur zum Gebrauchsgegenstand verformt werden, sondern sogar die Grundlage für waschechte Aliens sein kann zeigt Alex Fels. Denn zwischen einem zum Wetterhahn umfunktionierten Flugsaurier und einem mit Liebe zum Detail gestalteten Mini Cooper, fällt an seinem Stand vor allem der Außerirdische mit seinem beweglichen Schwanz und ausklappbaren Kiefer ins Auge. Und während das bedrohlich wirkende Wesen zahlreiche Besucher fasziniert, lockt auf der anderen Straßenseite ein harmloserer Zeitgenosse zum Stand der Hägeranerin Irmgard Wiesbrock: Vogel Holger zählt mit seiner gehäkelten Mütze zu ihren Werken, die durch eine Kombination gebrauchter Alltagsgegenstände zum Leben erwachen.

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