Radeln, Dorfladen und Biohof: Stadt verleiht die ersten Klimapreise Dreimal Gutes für die Umwelt

Werther (WB). Seit 22 Jahren tritt Ralf Krause nun schon kräftig in die Pedale. Der Wertheraner legt die Strecke zu seinem Arbeitsplatz in Bielefeld-Bethel jeden Tag mit dem Fahrrad zurück – und das bei Wind und Wetter. Doch auch, wer nur bei kurzen Strecken auf das Auto verzichtet, kann etwas für die Umwelt tun.

Von Sara Mattana
Dr. Jörg Meya, Hanns Lindemann, Ralf Krause, Regine Thamm-Wind, Kerstin Maaß, Werner Glenewinkel, Silvia Mai, Wolfgang Lamek und Uwe Gehring (von links) freuen sich über die erste Verleihung des Klimapreises durch die Stadt Werther.
Dr. Jörg Meya, Hanns Lindemann, Ralf Krause, Regine Thamm-Wind, Kerstin Maaß, Werner Glenewinkel, Silvia Mai, Wolfgang Lamek und Uwe Gehring (von links) freuen sich über die erste Verleihung des Klimapreises durch die Stadt Werther. Foto: Sara Mattana

»Ich würde nie auf die Idee kommen, mit dem Auto zum Einkaufen in die Innenstadt zu fahren. Das erledige ich alles mit dem Fahrrad«, sagt Ralf Krause, der täglich etwa 30 Kilometer mit dem Rad zurücklegt und sich für seinen Einsatz nun über den ersten Klimapreis der Stadt freuen darf. Werner Glenewinkel, Jörg Meya, Regine Thamm-Wind und Hanns Lindemann vom 2014 gegründeten Klimastammtisch möchten mit diesem Klimapreis daran erinnern, dass jeder Bürger zu einem geringeren CO 2 -Ausstoß beitragen kann – sei es durch den Verzicht auf Autos oder nachhaltigen Konsum. »Unser Ziel ist, dass im Jahr 2022 etwa 25 Prozent weniger lokale CO 2 -Emissionen auftreten«, erklärt Hanns Lindemann.

Der Dorfladen – durch viel Engagement zum Erfolgsmodell

Für einen großen Schritt in diese Richtung sorgt auch der Dorfladen, der in der vergangenen Woche sein einjähriges Bestehen feierte (das WB berichtete) und durch seinen Erfolg verhindert, dass die Hägeraner für jede Kleinigkeit in die Kernstadt fahren müssen. »In diesem Laden steckt so viel soziales Engagement, und er trägt nicht nur zur Lebensqualität in Häger, sondern auch indirekt zum Klimaschutz bei«, lobt Werner Glenewinkel, der Wolfgang Lamek und Uwe Gehring vom Vorstand deshalb neben der Klimapreis-Urkunde auch eine kleine Solarlampe überreichte. Diese soll als Beispiel für erneuerbare Energienen dienen und jeden Kunden im Laden daran erinnern, dass auch sie sich für den Klimaschutz einsetzen können.

800 Kilometer mit dem Trecker zur Demo gefahren

Dass dies manchmal ganz einfach sein kann, erklärt Kerstin Maaß, die sich ebenfalls über einen der drei Klimapreise freuen darf: »Jeder kann sich fragen, welchen Wert Lebensmittel für ihn haben, und bewusster einkaufen. Man sollte immer daran denken, dass Lebensmittel nicht nur Mittel zum Zweck sind.« Auf ihrem Biohof ist ihr deshalb besonders wichtig, auf eine naturnahe und umweltschonende Landwirtschaft zu achten. Um mehr Menschen darauf aufmerksam zu machen, nahm sie im Januar mit ihrem Trecker an einer Kundgebung in Berlin teil. »So ein Einsatz ist toll. Da sehen wir auch mal über die 800 Kilometer mit dem Trecker hinweg«, sagt Werner Glenewinkel augenzwinkernd, bevor er auch Kerstin Maaß ihre blumenförmige Solarlampe überreicht.

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